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KREISLIGA A: Aufsteiger gegen Absteiger

KREISLIGA A: Aufsteiger gegen Absteiger

GONZERATH. (L.S.) Mit unterschiedlichen Vorzeichen gehen sowohl der SV Gonzerath als auch der SV Hetzerath ins Spiel der Premierenkinder. Beide sind faktisch neu in dieser Liga, doch nur einer will eine Dauerkarte für sie lösen.

Für Aufsteiger SV Gonzerath wäre ein Remis bereits ein Erfolg, während der Bezirksliga-Absteiger aus Hetzerath andere Ziele verfolgt. Günther Schneider besitzt ein eingespieltes Team. Nach vier mageren B-Liga-Jahren kehrt der Underdog aus Gonzerath ins kreisliche Oberhaus zurück, will fortan das Gespenst des Abstiegs aus den Köpfen der Spieler verjagen. Gleich auf einen Mitfavoriten auf den Titel zu treffen, gefällt den Hunsrückern zwar nicht sonderlich, doch "da wissen wir gleich, wo der Hammer hängt. Die erfolgreichen Tests gegen unterklassige Gegner förderten das Zusammenspiel der einzelnen Mannschaftsteile, die Trainingseindrücke lassen uns mit einem guten Gefühl ins Hetzerath-Spiel gehen", sagt Schneider. Am Sonntag muss er allerdings auf die verletzten Tobias Thees, Markus Bernard und Bernd Klingel verzichten, kann aber im Mittelfeld ein Überangebot an gutklassigen Leuten aufweisen. Dies ermöglicht es dem Trainer, den im zentralen Mittelfeld tätigen Carsten Knöppel auf der Liberoposition zu installieren, um "von hinten heraus auch schon spielerische Akzente zu setzen". Neben dem aus Morbach zurück gekehrten Thomas Reichert, Sven Legrand und Eric Thömmes nimmt Stefan Herlach eine zentrale Rolle ein. Der "Gonzerather Jung", der seit seinem ersten Jahr als Siebenjähriger nie den Verein wechselte und zuletzt lange mit Verletzungen zu kämpfen hatte, ist flexibel einsetzbar, kann rechts wie links spielen und arbeitet auch nach hinten. Als 17-Jähriger erlebte er bereits A-Liga-Zeiten, die laut seiner Aussage so lange wie möglich Bestand haben sollen. "Wenn alle richtig mitziehen und sich reinkniehen, dann sollte neben dem Spaß am Fußball auch der Klassenerhalt drin sein", hofft der torgefährliche Mittelfeldstratege. Der 24-Jährige gebürtige Bernkasteler traf trotz seiner langen Verletzung in zehn Spielen fünfmal ins Schwarze, will gegen Hetzerath auch eine Bude machen. Für den SV Hetzerath beginnt am Sonntag eine neue Zeitrechnung. Nach dem unglücklichen Abstieg strebt der Verein die sportliche Konsolidierung an, ohne unbedingt die Rückkehr im ersten Jahr der höherklassigen Abstinenz zu realisieren. "Wir wollen mit dem Umbruch der Mannschaft neue Strukturen schaffen und vertrauen traditionsgemäß auf die Eigengewächse, die mit einigen wenigen erfahrenen Spielern eine Saison des Übergangs bewerkstelligen sollen. Gelingt uns nach vier, fünf Spielen ein ordentlicher Start, schauen wir gern nach vorne", prophezeit Trainer Rudi Jung. Wegen Verletzung oder Urlaub muss der Trainer auf Christian Timm, Daniel Zimmer, Jan Haubrich, Ralf Willems, Benni Marquenie, Sebastian Sungen und Frank Sachsenweger verzichten. Dennoch hat Jung vierzehn fast gleichwertige Leute im Kader und hofft, dass "wir das Vorjahresniveau halten können." Da auch die Zuschauer den Abstieg verkraftet haben und wieder scharenweise ihren SVH unterstützen wollen, scheint im Umfeld alles im Lot. Als designierter Kapitän soll der älteste Spieler, Volker Schönhofen, die Jungen führen und mit seiner höherklassigen Erfahrung Sicherheit bringen. Der universell einsetzbare Mittelfeldspieler ist nach den Stationen SV Schleidweiler, SG Ehrang, Eintracht Trier Amateure und Victoria Rosport im zweiten Hetzerather Jahr. "Hier habe ich viele neue Freunde gefunden und fühle mich pudelwohl. In der Mannschaft steckt viel Potenzial, um den Neuanfang zum Erfolg werden zu lassen." Mit ihm als dem neuen Leitwolf strebt der SVH einen Auftaktsieg an.