Drogenhandel im Saarland: Drei Tatverdächtige in Haft

Drogenhandel im Saarland: Drei Tatverdächtige in Haft

Durchschnittlich drei Kilogramm Amphetamine sollen drei Männer und eine Frau bei Fahrten in die Niederlande ins Saarland geschmuggelt und dort verkauft haben. Das teilt das Kriminalkommissariat Neunkirchen mit. Die Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft.

Die drei Tatverdächtigen sollen im Bereich Sankt Wendel und Ottweiler im Saarland mit Amphetaminen gedealt haben. Das teilte das Kriminalkommissariat Neunkirchen am Donnerstag mit. Sie sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

Die Beamten haben bereits seit März 2011 gegen zwei der Tatverdächtigen, ein Pärchen aus dem Hochwald, ermittelt. Der 36 Jahre alte Mann und seine 31-jährige Lebensgefährtin sollen zusammen mit einem 39 Jahre alten Italiener aus Neunkirchen Fahrten in die Niederlande organisiert haben. Dort beschafften sie laut Kripo pro Fahrt durchschnittlich drei Kilogramm Amphetamine und verkauften es in kleinen Portionen weiter. Bei Engpässen versorgte sich das Trio bei einem bisher unbekannten Lieferanten aus dem Raum Saarlouis.

Ein Verkehrsunfall des Trios bei einer Beschaffungsfahrt brachte die Polizei schließlich auf die Spur der Drogenhändler. Diese versteckten ihr eingeschmuggeltes Rauschgift am Unfallort, um es später abzuholen. Dank eines Zeugenhinweises kamen ihnen die Beamten jedoch zuvor und stellten die Drogen sicher.

Im November 2011 wurde die Frau aus dem Hochwald beim Transport von über einem Kilogramm Amphetamin durch Beamte des Hauptzollamtes am Bahnhof in Sankt Wendel festgenommen. Ende Dezember nahmen die Ermittler aus Neunkirchen dann auch den Mann aus dem Hochwald sowie einen weiteren Mann aus Schwalbach fest, bei dem die Schmuggler ihre Drogen deponiert hatten. Der 39-jährige Italiener wurde am Dienstag gefasst.

Bei Wohnungsdurchsuchungen fanden die Beamten noch weiteres Rauschgift (Amphetamine, Haschisch und Marihuana). Der 38-Jährige aus Schwalbach befindet sich wieder auf freiem Fuß. Er hatte gegenüber dem Staatsanwalt umfangreiche Aussagen gemacht. Die Ermittlungen dauern noch an. red