Luxemburg: Polizei nimmt Drogendealer fest

Luxemburg : Fremdkörper im Magen: Polizei nimmt Drogendealer fest

Zwei mutmaßliche Drogendealer sind in Luxemburg festgenommen worden. Möglicherweise hat einer der beiden auf der Flucht seine Ware hinuntergeschluckt.

Da war die großherzogliche Police schneller: Zwei mutmaßliche Drogendealer haben am Freitagnachmitag und -abend in Luxemburg-Stadt versucht, sich einer Kontrolle durch Flucht zu Fuß zu entziehen - in beiden Fällen erfolglos.

Gegen 17 Uhr hatte die Polizei in der „Rue de Bonnevoie“ eine Gruppe männlicher Personen kontrollieren wollen, als plötzlich einer der Männer flüchtete. Ein Polizist nahm die Verfolgung zu Fuß auf, in der „Rue de la Paix“ stellte er den Mann. Dieser habe sich jedoch so stark gewehrt, dass der Polizist den Verdächtigen nur unter größtem Kraftaufwand an seiner Flucht hindern konnte, auch mit Unterstützung weiterer Kollegen, so die Polizei. Sie fand bei der anschließenden Kontrolle mehrere Kugeln mit Kokain sowie einige Tütchen mit Marihuana.

Wenige Stunden später, gegen 22 Uhr, beobachteten Polizisten im Bahnhofsviertel an der „Rue du Fort Neipperg“ einen Drogen-Deal zwischen zwei Männern. Statt einer Kontrolle wählte einer der beiden jedoch die Flucht und sprintete über fünf Fahrbahnen auf die andere Straßenseite hinweg - ohne auf den Straßenverkehr zu achten, so die Polizei. Diese verfolgte den Mann, zurück von der „Rue de Strasbourg“ erneut über die fünf Fahrbahnen hinweg in Richtung Busbahnhof, wo der Flüchtige von einer zweiten Patrouille abgefangen werden konnte.

Der mutmaßliche Dealer wurde nach der Festnahme auf Anordnung der Staatsanwaltschaft im Krankenhaus untersucht. Grund: Die Polizei vermutet, dass er möglicherweise auf der Flucht Plomben mit Drogen verschluckt haben könnte, die er im Mund aufbewahrt haben dürfte. Tatsächlich fanden sich bei der Untersuchung im Magen des Mannes vier Fremdkörper. Nach Angaben eines Sprechers der luxemburgischen Polizei gehe man davon aus, dass es sich um Kügelchen mit Drogen handeln könnte. Gewissheit habe man erst, wenn der Verdächtige die Fremdkörper ausgeschieden habe. Laut Sprecher sei das Verschlucken solcher Kugeln bei möglichen Festnahmen keine Ausnahme - und nicht ungefährlich für seine Besitzer.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Luxemburg wurden beide vermeintliche Drogendealer einem Untersuchungsrichter vorgeführt.

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