1. Meinung

Kolumne Eifel-Einsichten

Kolumne Eifel-Einsichten : Erlöse uns!

Auf einmal war er da, wie vom Himmel gesandt, denn er kam im Flugzeug und landete auf dem Hahn, von seinen Fans herbeigetwittert wie der Heiland (um den es ja, kurz, auch vorige Woche hier ging.

Komisch, wie sich manche Themen einfach so fortsetzen. Und auch noch dieses Thema – ungläubig, wie ich bin). Er war da, auch bei der CDU in Berlin, und Patrick „Zweimeternullzwei“ Schnieder durfte, was nur wenigen vegönnt ist, auf ihn herabschauen.

Der Elon. Elon-„Erlöse uns von allem Diesel“-Musk. War er auch in Prüm, wo er ja eine kleine Zweigstelle betreibt? Die einen sagen so, die anderen so. Wir waren ohnehin nicht zur Anbetung eingeladen und, unter uns: Es ist mir auch egal. Es wäre sowieso nicht das erste Mal gewesen, dass ich einem Superreichen von meiner Raumluft abgegeben hätte. Es ist mir so egal wie meinem lieben, alten und immer etwas schluffig rüberkommenden Freund Karl aus dem Ruhrgebiet der höchste Berg Schottlands. Karl war einmal mit einer Gruppe von Kumpels in den Highlands zu einer Wanderung auf den Ben Nevis aufgebrochen. Als sie die halbe Strecke geschafft hatten, hockte sich Karl ins Gras. Und ging keinen Millimeter weiter. Die anderen wollten wissen, was denn los sei. Karls Antwort: „Ich scheiß auf den Ben Nevis.“

Ob der Elon (so nennen ihn seine Untertanen) jetzt also in Prüm war – was kümmert’s mich? Zumal ich mutmaße, dass es auch ihn nicht kümmert, ob es mich kümmert. Oder ob es irgendeinen von uns überhaupt gibt. Vor ein paar Jahren hatten sie in Prüm mal die Idee, die Dausfelder Rudolf-Diesel-Straße in in Tesla-Straße umzutaufen. Das hat sich inzwischen aber, höre ich, wieder erledigt. Überhaupt: Wenn man sich schon an den Elon ranschmeißen will, dann muss man auch konsequent sein. Wieso nur eine Straße umbenennen? Warum nicht die ganze Stadt? Willkommen in Teslingen! Ob ihr nun aber mit Strom fahrt oder mit Sprit, folget meiner Mahnung: Et jit net jerannt.