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Zum Rettungspaket für Griechenland und zu den Folgen für die Weltwirtschaft:

Meinung

Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab
Deutsche Politiker fordern harte Sparmaßnahmen, den Ausverkauf von Griechenlands Staatseigentum und ignorieren, dass es sich hierbei um das Eigentum der Bürger handelt. Man stelle sich vor, man würde das von dem ebenso hoch verschuldeten Deutschland fordern. Was aber steckt wirklich dahinter? Nicht nur, dass die milliardenschweren Unterstützungen Griechenlands bei den Griechen gar nicht ankommen, weil drei französische Großbanken und die Deutsche Bank vor dem Ausfall ihrer Griechenlandkredite gerettet werden, nein, die Lobbyisten haben umfassende Arbeit geleistet. Unsere Politiker ebnen mit dem Zwangsdiktat den Weg dafür, dass sich Großinvestoren "für\'n Appel und\'n Ei" die Filetstücke wie staatliche Wasserwerke, Flughafen Athen, Hafen Piräus, die Staatsbahn, staatliche Ölgesellschaft, Immobilien und Autobahnen wie die Aasgeier unter die Nägel reißen. Unsere Politiker sind zu Lakaien der Heuschrecken verkommen. Und das heutige Wirtschaftssystem ist krank, korrupt und kann auf Dauer nicht funktionieren, siehe extreme, nie mehr rückzahlbare Verschuldung aller Staaten - auch Deutschlands. Ständiges Wirtschaftswachstum ist überlebensnotwendig, aber wo soll dies herkommen, wenn man den Bürgern ihr Eigentum stiehlt, Zwangssparmaßnahmen aufbürdet und Löhne kürzt? Die Probleme zeigen auf, dass selbst Wirtschaftsexperten keine Lösungen aufzeigen und somit selbst Teil der Probleme sind. Jeder halbwegs informierte und selbst denkende Mensch weiß, dass wir kurz vor weltweiten Staatsbankrotten stehen. Zeit zum Umdenken. Der Autor Jörg Gastmann zeigt in seinem Buch "Die Geldlawine" auf, wie mit einem einfachen Steuersystem alle Probleme zu lösen sind. Und zum Schluss die Weisheit eines Dakota-Indianers: "Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab." Hans-Joachim Selzer, Bernkastel-Kues