Grimms Märchen

Zum Artikel "Gericht verhängt Geldstrafe gegen Christoph Grimm" (TV vom 30. August):

Irgendwie tut es ja gut, dass da einer von denen, die sich offensichtlich für besonders schlau halten, nicht nur erwischt, entlarvt, sondern auch verurteilt wurde. Dass die Person wegen Unfallflucht schon einmal mit einer Geldauflage bedacht wurde und, wir erinnern uns noch gut daran, die ihm seinerzeit von einem Schulkind überreichte Brezel in einer an Erbärmlichkeit wohl kaum zu überbietenden Art und Weise in die Mülltonne warf, verwundert nun nicht mehr. Eher schon die Tatsache, dass ein Ex-Landtagspräsident scheinbar immer noch glaubt, andere für dumm verkaufen zu können. Sollte er denn damals in Slowenien geglaubt haben, Opfer einer illegalen Aktion geworden zu sein, so hätte er dies doch gerade so darstellen können. Warum also eine falsche eidesstattliche Versicherung? Wenn nun der Strafbefehl angenommen wird, um so laut Verteidiger einen deutlich höheren Schaden für das Ansehen des Mandaten abwenden zu können, so sei die Frage erlaubt, wie viel "deutlich höher" denn noch geht. Viel Platz ist da sicherlich nicht mehr. Für mich, und ich denke für viele, für die Tugenden und Werte hinsichtlich eines sozialen und gedeihlichen Miteinanders noch eine Rolle spielen, wäre es sicherlich angenehm, künftig auf "Grimms Märchen" verzichten zu dürfen.Dieter Ackermann, Trier JUSTIZ