Politik : Infame Intrige

Zum Artikel „Politiker werfen Russland gezielte Folter vor“ (TV vom 12. April) schreibt Edmund Scheuern:

Für jeden normal denkenden Menschen drängt sich der Verdacht auf, dass das russische Regime für den versuchten Giftmord an dem Putin-Gegner Alexej Nawalny verantwortlich ist. Auch in der Vergangenheit wurden in Russland immer wieder Regime-Gegner umgebracht.

Nawalny, der nach erfolgreicher lebensrettender Behandlung in Deutschland mutig nach Russland zurückkehrte, wurde dort zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, weil er gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte: Als Patient in lebensbedrohlichem Zustand in der Berliner Charité war er seiner Meldepflicht in Russland nicht nachgekommen.

Dieser Vorwurf ist an Infamie nicht zu überbieten!

Dass dieses Urteil schon geschrieben war, bevor der Prozess begann, steht für mich außer Frage.

Der gesamte Fall Nawalny enthält eine klare Botschaft des Kreml: Regime-Gegner, die Putin zu nah auf die Pelle rücken, begeben sich in ernste Gefahr!

Während deutsche Bundestagsabgeordnete den Kreml in dieser Sache anprangern, macht unser Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder weiter kräftig Geschäfte mit diesem Regime; noch als Bundeskanzler hatte er seinerzeit seinen Freund Putin als „lupenreinen Demokraten“ verklärt, was einer Verhöhnung der Demokratie gleichkommt.

Ich sehe das Gebaren Schröders im Lichte der lateinischen Redewendung „Pecunia non olet“ (Geld stinkt nicht).

Edmund Scheuern, Newel