Leserbrief : Putin bringt sich selbst und Europa in große Gefahr

Ukraine-Konflikt

Zum Artikel „Die Welt wehrt sich gegen Putins Krieg“ (TV vom 28. Februar) sowie weiteren Artikeln zum Ukraine-Konflikt:

Zurzeit herrscht bei uns in Europa große Besorgnis wegen des Kriegs in der Ukraine.  Unser Bundeskanzler und seine Außenministerin waren in ständigem Bemühen, den Frieden zu erhalten. Doch die Diplomatie hat aufgehört, der Krieg angefangen. Putin bringt sich selbst und Europa in große Gefahr. Niemand kann die Ukraine zwingen, für welche Staatsform es sich entscheidet, auch nicht Putin.

Wir hatten im vergangenen Jahrhundert zwei Weltkriege mit unendlichem Leid. Wer fragt danach, wer die Opfer waren? Es waren Väter und Söhne, die den Kopf hinhalten mussten. Wer Menschen in einen Krieg schickt, sollte selbst mit an die vorderste Front, dann würde ihm das Kriegmachen vergehen. Kriege werden immer mit Blut bezahlt.

Nun ist aber Putin einer, der keine Ruhe gibt. Er muss wohl in einer anderen Welt leben. Was ich aber verstehen kann, ist dass Putin Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder sich als Freund hält. Wer sich mit dem Teufel verbrüdert, dem wachsen eher Hörner als Engelsflügel. Das gilt für Schröder. Das ist für Deutschland und die SPD –  ohne ihr einen Vorwurf zu machen –  kein Ruhmesblatt. Putin weiß, warum er sich ihn als Freund hält, sonst wäre er nicht Putin. Wäre es ein Bundeskanzler a. D. aus der CDU, würde Schröder sagen: „Sie glauben doch nicht allen Ernstes, dass er das umsonst macht, man muss doch mal die Kirche im Dorf lassen.“ Schröder ist Aufsichtsratsvorsitzender des staatlichen russischen Ölkonzerns Rosneft und soll auch noch bei Gazprom in den Aufsichtsrat gewählt werden. Er bezieht sicherlich eine angemessene Aufwandsentschädigung (Anm. der Red.: Schröder selbst hat gesagt, er bekomme rund 600 000 Euro  im Jahr).

Mit Speck fängt man Mäuse, das weiß auch Putin. Es ist für uns in einem demokratischen Land nicht zu begreifen, dass ein Bundeskanzler a. D. mit einem Diktator im selben Boot sitzt. Er sagte einmal, dass Putin „ein lupenreiner Demokrat“ und sein Freund sei. Wer das als ehemaliger gewählter Bundeskanzler behauptet, kann selbst kein Demokrat sein. Solche Politiker gehören nicht zu unserem Land.  Nun kommen auf Russland ungeahnte Sanktionen zu. Hier bin ich der Ansicht, dass wir Europäer auch ungeahnte Nachteile davon tragen, die unserer Wirtschaft schaden.