Salami-Taktik

Nordrhein-Westfalen versucht, durch einen (vom Gesetzgeber nicht erlaubten) Trick, den Weiterbau der Transitautobahn A 1 voran zu treiben, indem es die geplante Strecke in kleine Teilstücke aufteilt. Diese Salami-Taktik macht aus Sicht der Befürworter durchaus Sinn, weil so zuerst einmal weniger schutzwürdige Teilstrecken gebaut werden und dadurch die so genannte "Lücke" immer kleiner wird.

Zuletzt kommen dann die Teilstücke an die Reihe, die man aus Gründen des Naturschutzes eigentlich gar nicht bauen darf, wie auch gerade wieder der Europäische Gerichtshof auf Grund einer Klage des BUND entschieden hat. Bei einer Kosten-/Nutzenabwägung durch die Gerichte ziehen dann aber die FFH-Gebiete mit Wildkatzen und Schwarzstörchen sowie Wasser- und Vogelschutzgebiete den Kürzeren gegenüber den bis dahin bereits verbauten Millionen an Steuergeldern. Die Dummen sind unsere Nachkommen, weil wir ihnen außer der zerstörten Natur auch noch neue Schulden hinterlassen. Aus Kostengründen werden in der Region teilweise die Schulbusse und der Schwimmunterricht gestrichen, Jugendtreffs geschlossen, Sozialarbeiter in Schulen und Kindergärten nicht eingestellt. Da ist es zynisch zu sagen, dass für eine verzichtbare Straße "Berlin 350 Millionen Euro bereitstellen muss"! Mittlerweile weiß jeder in der Eifel, dass man durch den Ausbau der B 51 den größten Teil dieses Geldes sparen könnte und so die Umwelt und vor allem unsere Nachkommen deutlich weniger belasten würde. Jutta Zugowski, Blankenheim