Zucht und Sittsamkeit

Zum Artikel "144 Theologen fordern Kirchenreformen" (TV vom 5./6. Februar):

Man mag zu den Forderungen der Theologen und der Laienbewegung "Wir sind Kirche" des Herrn Weisner stehen wie man will: Biblisch ist der Zölibat nicht. Er wurde erst im Jahr 1074 auf dem Konzil zu Rom unter Papst Gregor VII. eingeführt und richtete sich sowohl gegen die ehrbarsten Ehen der Geistlichen wie gegen ihre Sittenlosigkeit. Biblisch ist gemäß 1. Timotheus 3,2-5: "Der Vorsteher (einer Gemeinde) muss sein: untadelig, eines Weibes Mann, nüchtern, besonnen, voll würdiger Haltung, gastfreundlich, lehrtüchtig, nicht dem Trunk ergeben, nicht streitsüchtig, sondern gütig und nicht zänkisch, nicht geldgierig; einer, der seinem eigenen Hauswesen trefflich vorsteht und seine Kinder in Zucht und in aller Sittsamkeit hält. Denn wenn einer dem eigenen Hauswesen nicht vorzustehen weiß, wie wird der für die Gemeinde Gottes Sorgen tragen?"

Papst Benedikt XVI. hat ja einen ersten kleinen Schritt in Bezeug auf die Ehelosigkeit der Priester - die Aufhebung des Zölibats - gemacht, indem er kürzlich die verheirateten englischen Priester in die katholische Kirche aufnahm.

Manfred Ehlich, Schweich

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