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Kolumne Pitter
Letzte Ausfahrt St. Vith

FOTO: TV / Werhan, Michael
Ja ist denn scho Weihnachten, fragte einst der Kaiser. Nicht ganz. Aber unzählige Adventskalender gibt es gefühlt seit kurz nach Ostern schon überall, auf denen in bunten Bildern von der Geburt Jesu in einer Krippe erzählt wird.

Apropos Geburt: Wie einst Josef und Maria werden sich wohl künftig werdende Mütter aus der Vulkaneifel auf den Weg machen, wenn’s pressiert. Parallelen sind jedenfalls nicht von der Hand zu weisen. Auch Maria und Josef hätten ihr Kind sicher lieber in einem geschützten Raum zur Welt gebracht, mit Hilfe von Hebammen oder anderen fachkundigen Menschen.

Adieu Geburtsstation, willkommen Geburts-Tourismus! Mal eben in Mechernich entbinden? Kein Problem dank der durchgängigen Autobahnverbindung. Und wenn alle Stricke reißen, bleibt ja noch St. Vith...Geboren in Ostbelgien, das ist doch gelebte europäische Solidarität! Damit ist es ja in jüngster Zeit nicht mehr so weit her. Aber Hauptsache, es ist ein Schuldiger ausgemacht. Oder waren es mehrere? Noch besser! Es tut doch einfach gut, auf andere zeigen zu können, während die eigenen Hände in Unschuld...Sie wissen schon...

Sonst noch was? Ach ja: Mein leidenschaftlicher Appell (dem sich ein gewisser Josef A. aus HH angeschlossen hat), meine treue Freundin Anita zu einer Kandidatur als Bürgermeisterin ihres Wohnorts K. zu bewegen, hat leider nicht gefruchtet. Sie schreibt: „Das Vertrauen in meine Fähigkeiten ehrt mich, aber ich hege keinerlei Ambitionen, diese männerdominierte Bastion zu erstürmen, denn es gibt in K. schließlich schon sehr qualifizierte Anwärter für das Bürgermeisteramt…In puncto Kommunalwahl sind eure Vorschläge vergebliche Liebesmüh.“

FOTO: TV / Werhan, Michael