Grenzgängerkolumne zur Bearbeitung Luxemburger Steuerbescheide.

Grenzgängerkolumne : Erste Bescheide für 2018 treffen ein

Die Bearbeitungszeit der Steuerveranlagung durch das für die deutschen Grenzgänger zuständige Büro Z dauerte in den vergangenen Jahren vergleichsweise lange. Im Schnitt wartete man acht bis zehn Monate auf den Steuerbescheid, schlimmstenfalls drei Jahre.

In manchen Fällen ging es allerdings auch schneller.

Aktuell kommen schon Steuerbescheide für Ledige und Verheiratete für das Jahr 2018 zurück. Die Bearbeitungszeit betrug dann lediglich zwei bis drei Monate. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das Büro Z wegen der deutschen Einkünfte nicht nach den deutschen Steuerbescheiden gefragt hat. Dies entscheidet der Sachbearbeiter dann im Einzelfall und ist also wohl kein Formalismus. Tatsächlich lag in den konkreten Fällen der deutsche Bescheid auch noch gar nicht vor. Da die Erklärungen wegen des Abgleichs mit den deutschen Einkünften nun viel komplexer geworden sind, hatte man allgemein mit langen Bearbeitungszeiten gerechnet.

Dies kann eine Ausnahme sein. Man wird gespannt sein, wie sich die allgemeine Bearbeitungszeit entwickeln wird. Es besteht also Hoffnung auf eine zügigere Abwicklung der Steuererklärungspflicht durch die luxemburgische Finanzverwaltung.

Stephan Wonnebauer, Vorstandsmitglied des Deutschen Anwaltvereins Luxemburg.

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