mahlzeit

Gerichte wie Spaghetti Bolognese, Carbonara oder auch Nudeln mit Pesto sind bei Klein und Groß beliebt. Gerne wird Käse darüber gerieben.

So mancher steht vor dem Supermarktregal und fragt sich, worin sich die Hartkäse Parmesan und Grana Padano eigentlich unterscheiden... Die größten Unterschiede sind die Standorte, in denen sie produziert werden dürfen. Aber auch bei der Wahl der Rohware Milch gibt es feine Differenzen. Parmesan und Grana Padano sind Hartkäsesorten aus Italien. Beide werden aus roher Kuhmilch hergestellt und tragen das EU-Siegel "geschützte Ursprungsbezeichnung". Was die beliebten Käse wesentlich unterscheidet, ist das Gebiet in denen ihre Rohstoffe erzeugt und verarbeitet werden. Grana Padano darf in der gesamten Po-Ebene hergestellt werden. Die Bezeichnung Parmesan oder italienisch Parmigiano Reggiano ist dagegen auf fünf Provinzen rund um Parma beschränkt. Bei der Herstellung von Parmesan werden die Kühe, welche die Milch liefern, nur mit Gras und Heu gefüttert. Die für Grana Padano verwendete Milch darf auch von Tieren stammen, die Silage erhalten. Ein weiterer Unterschied liegt in der Reifezeit. Das prägt besonders den Geschmack. Parmesan muss mindestens zwölf Monate reifen, Grana Padano mindestens neun Monate. Dies sind allerdings nur vorgeschriebene Mindestzeiten. In der Praxis lagern beide Sorten oft deutlich länger. Da sich über Geschmack bekanntlich schlecht streiten lässt, sollte man den eigenen Gaumen befragen. Übrigens eignet sich auch der würzige Pecorino gut zum Reiben. Der Name leitet sich vom italienischen Wort für Schaf "Pecora" ab. Ursprünglich wurde er aus reiner Schafsmilch hergestellt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Sorten, manche enthalten zusätzlich Kuh- und Ziegenmilch. Susanne Umbach ist Ernährungsreferentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Kolumnen finden Sie unter volksfreund.de/kolumnen