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Corona-Fälle steigen im Eifelkreis nach Virus-Ausbruch in zwei Kitas

Corona-Pandemie : Corona-Mutation breitet sich im Eifelkreis aus

Die Mutationen des Coronavirus setzen sich auch im Eifelkreis durch. Die Zahl der aktuellen Corona-Fälle ist nach dem Wochenende von 97 auf 101 gestiegen – dabei handelt es sich in 53 Fällen (52,5 Prozent) um Virusmutationen.

Besonders ausgeprägt ist dabei die britische Variante B.1.1.7, mit der sich (Stand Montagnachmittag) inzwischen 43 Menschen im Eifelkreis infiziert haben. 

Die britische Variante wurde am Freitag auch bei drei Erzieherinnen  der Dudeldorfer Kita Maria Königin sowie zehn Erzieherinnen und zehn Kindern der Bitburger Kita Liebfrauen nachgewiesen (der TV berichtete). Die Ergebnisse der großflächigen Testungen direkter Kontaktpersonen stehen noch aus. Sie werden gegen Mitte der Woche erwartet. Wahrscheinlich sind weitere Kinder der beiden Einrichtungen sowie die Eltern der infizierten Kinder und eventuell auch Kontaktpersonen oder Arbeitskollegen der Eltern infiziert.

Landrat Joachim Streit hebt die Bedeutung von Abstand- und Hygieneregeln hervor: „Wenn man das beachtet, sind die Mutation auch nicht gefährlicher als das bisherige Virus.“ Er stellt allerdings die Öffnung von Schulen und den Kita-Regelbetrieb in Frage, da sich dort mehrere Menschen längere Zeit in geschlossenen Räumen aufhalten. „Fachpersonal wie Lehrer und Erzieherinnen in dieser Situation ungeimpft arbeiten zu lassen, halte ich für nicht gerechtfertigt“, sagt Streit.

Obgleich die absolute Zahl der Infektionen im Kreis weiter steigt, ist der 7-Tage-Inzidenzwert am Montag von 77,7 auf 71,7 gefallen. Mit Blick auf die einzelnen Kommunen stellt sich die Lage aktuell wie folgt dar:

Stadt Bitburg: 46 Fälle

VG Arzfeld: 4 Fälle

VG Bitburger Land: 30 Fälle

VG Prüm: 2 Fälle

VG Speicher: 4 Fälle

VG Südeifel: 15 Fälle