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Giftige Pflanze - Riesenbärenklau ist in der Eifel ein Problem

Giftige Pflanze : Kleiner Erfolg im Kampf gegen großes Gewächs - Riesenbärenklau ist in der Eifel ein Problem

An Bächen und Flüssen fühlt sich der Riesenbärenklau besonders wohl. Ohne natürliche Feinde sprießt die invasive Pflanzenart fast ungehemmt. Doch an einem Teilstück der Prüm ist es gelungen, die Pflanze zu bekämpfen.

(hmi) Große, weiße Doldenblüten und dicke, behaarte Stängel – wer regelmäßig an fließenden Gewässern spazieren geht oder mit dem Rad entlang fährt, hat den Riesenbärenklau schon häufig stehen sehen. Wer sich aus Neugier die aus dem Kaukasus eingewanderte Pflanze mal genauer ansehen will, sei gewarnt: Das bis zu drei Meter hohe Gewächs ist giftig, bei Hautkontakt und Sonnenlicht drohen schwere Verbrennungen.

„Riesenbärenklau ist insbesondere entlang von Fließgewässern ein Problem, da die Samen vom Wasser weitertransportiert werden und an Gewässerrändern offene Stellen finden, an denen sie keimen können“, erklärt Thomas Konder von der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm. „Größere Bestände gibt es bekannterweise entlang der Kyll.“ Auch der Radweg zwischen Zendscheid-Usch und Sankt Thomas ist beispielsweise betroffen. Aber auch an Prüm, Nims und Our kommt die krautige Pflanze seit vielen Jahren vor, sagt Konder.

Eine Aussage zur Bestandssituation speziell in diesem Jahr könne nicht getroffen werden, heißt es aus der Kreisverwaltung. Dafür fehle jegliche Grundlage. „Fakt ist, dass die sehr mächtigen Pflanzen zur Zeit besonders ins Auge fallen.“

Melden Bürger Pflanzen, die beispielsweise an Rastplätzen, Radwegen oder Spielplätzen wachsen, ist der Grundstückseigentümer für die Beseitigung des Riesenbärenklaus verantwortlich.

Zwar hat die krautige Pflanze in Deutschland keine natürlichen Feinde und breitet sich deshalb schnell aus. Trotzdem sei es durch eine mehrjährige Bekämpfungsaktion gelungen, den Riesenbärenklau an einem Teilstück der Prüm nachhaltig zu beseitigen. „Von der Quelle flussabwärts wurde vor einigen Jahren eine größere mehrjährige Bekämpfungsaktion durchgeführt“, erklärt Konder. „Der Naturpark Nordeifel versucht weiterhin, mit begrenzten Mitteln im Bereich des Naturparks bis Pronsfeld ein Wiederaufkommen der Staude zu unterdrücken.“

Wie viele Menschen sich in diesem Jahr Verbrennungen durch eine Berührung mit der Pflanze zugezogen haben, könne er nicht sagen. „Es gibt keine ‚Meldepflicht’ für Verletzungen, die durch Kontakt zu Riesenbärenklau verursacht wurden.“