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Nabu: Fledermäuse haben Wohnungsnot

Naturschutz : Fledermäuse leiden unter Wohnungsnot

Der Naturschutzbund (Nabu) ruft dazu auf, die Tiere am ersten Juni-Wochenende zu zählen.

(red) Unauffällig und verborgen: Heimlich leben Fledermäuse als unsere Untermieter in Kellern, an Fassaden oder Dächern. Über Fledermausarten, die fast ausschließlich an Gebäuden leben, ist nur wenig bekannt und doch sind auch bei den klassischen „Gebäudefledermäusen“ Rückgänge zu verzeichnen. Um mehr über die Vorkommen im Land zu erfahren, bittet der Naturschutzbund (Nabu) Rheinland-Pfalz um die Teilnahme am Fledermauszensus vom 5. bis 7. Juni.

Die Zählung  soll dabei helfen, einen besseren Überblick über den Bestand der Fledermäuse zu erhalten.  „Mit der Aktion wollen wir daher Besitzer von Fledermausquartieren dazu aufrufen, am Wochenende ihre Fledermäuse beim Ausflug aus dem Quartier zu zählen“, sagt Fiona Brurein, Öffentlichkeitsreferentin beim Nabu Rheinland-Pfalz.

Wer Fledermäuse am Haus hat, erkennt dies meist nur anhand des Fledermauskotes, der unterhalb des Quartierausfluges auffällt. Die kleinen schwarzen Knöddelchen ähneln Mäusekot und werden oft damit verwechselt. Ganz sicher ist man, wenn man den Ausflug am Abend beobachtet (siehe Info).

Burein sagt: „Einige Arten sind darauf angewiesen, einen Platz an unseren Häusern zu finden. Und ausgerechnet diese haben es immer schwerer.“ Deshalb habe man  die Aktion „Fledermäuse Willkommen!“ ins Leben gerufen, um auf die Wohnungsnot der Tiere aufmerksam zu machen, die Menschen aufzuklären und diejenigen, die ihnen  helfen wollen oder Sanierungen planen, zu beraten. Wer Quartiere dauerhaft erhalte, leiste, so der Nabu, einen wertvollen Beitrag zum Schutz der stark bedrohten Tiere und werde dafür nicht nur mit einem hauseigenen Schädlingsbekämpfungsdienst belohnt. Dieses Engagement zeichnet der Nabu mit der  „Fledermäuse Willkommen!“-Plakette aus.