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Orenhofener sprechen sich für Windpark aus

Rotoren dürften sich frühestens 2024 drehen : Orenhofener sprechen sich für Windpark aus

Die Firma Juwi plant einen Windpark zwischen Orenhofen, Heidweiler und Greverath. Es wären die ersten Räder, sowohl in der Verbandsgemeinde Speicher als auch im Wittlicher Land. Eine Hürde auf dem langen Weg zum Bau hat die Gemeinde Orenhofen nun genommen, und den Bebauungsplan abgesegnet.

Die Firma Juwi plant einen Windpark zwischen Orenhofen, Heidweiler und Greverath. Sollte daraus was werden, würden dort die ersten 19 Windräder sowohl in der Verbandsgemeinde Speicher als auch im Wittlicher Land entstehen (der TV berichtete). Der Weg dahin ist allerdings lang und voller bürokratischer Hürden. Pressesprecher Felix Wächter rechnet daher nicht damit, dass sich vor dem Frühjahr 2024 etwas auf dem rund 416 Hektar großen Gelände tut.

Zumindest ein Schrittchen weitergekommen ist das Vorhaben aber in der jüngsten Ortsgemeinderatssitzung in Orenhofen, in der sich das Gremium sich einstimmig für den Windpark ausgesprochen hat. Ortsbürgermeister Wolfgang Horn (SPD) sagt: „Wir können so etwas für den Umweltschutz  und die Gemeindekasse tun.“ Was angesichts des noch zu stemmenden Millionenprojektes, der Sanierung der Grundschule im Ort, Sinn ergibt. Zuvor hatte bereits der Gemeinderat Niersbach grünes Licht gegeben.

Dass deshalb etwas aus dem Projekt wird, ist damit noch nicht gesagt. Denn erst mal geht das Verfahren in die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Dabei kann aus Sicht der Firma Juwi noch einiges passieren. Häufig stehen und fallen Pläne für Windkraftanlagen mit den Stellungnahmen der Fachämter.

Probleme könnte es etwa wegen der Nähe zum Flugplatz Spangdahlem geben. Denn Windkraftanlagen können Radarsignale stören und somit Flugzeuge vom Kurs abbringen. Mit dieser Argumentation wurde 2013 auch ein Standort nahe Zemmer, unweit des heute geplanten Areals, verworfen.  Auch natur- und artenschutzrechtliche Gutachten stünden noch aus, schreibt Juwi-Pressesprecher Wächter.