| 21:07 Uhr

Statt in die Bütt zum Aderlass

Dass er sich in der Bütt wohler fühlt als im Vordergrund der DRK-Blutspender-Ehrung, ist dem "Dilldapp"-Urgestein Winfried Faller unschwer anzusehen. Doch nach 100-maligem Blutspenden konnte er schlecht kneifen.Foto: Ursula Schmieder
Dass er sich in der Bütt wohler fühlt als im Vordergrund der DRK-Blutspender-Ehrung, ist dem "Dilldapp"-Urgestein Winfried Faller unschwer anzusehen. Doch nach 100-maligem Blutspenden konnte er schlecht kneifen.Foto: Ursula Schmieder
MORBACH. (urs) Bei den Blutspender-Ehrungen des DRK Morbach rückten selbst 75-malige Spender in den Hintergrund, da einer von ihnen es auf 100 Mal brachte.

"Das ist schon enorm", sagte Hans Hünerbein beeindruckt. Beim Blutspendetermine des DRK-Ortsvereins Morbach ehrte er gemeinsam mit Hans-Günther Steffens rund 60 Blutspender (Namen siehe Hintergrund). Nachdem etliche Urkunden, Ehrennadeln und Präsente für zehn- und 25-maligen Aderlass erhalten hatten und einige sogar für 40, 50, 60 und 75 Mal, sprengte einer der zu Ehrenden alle Rekorde: Winfried Faller, eingefleischter Morbacher "Dilldapp", frönt offensichtlich außerhalb der Karnevalssaison einem anderen Hobby. Schon 100 Mal war er bei Blutspendeterminen und stellte so bisher 50 Liter Spender-Blut zur Verfügung. Für Faller scheint das nichts Besonderes zu sein. Immerhin ist der 56-Jährige bereits seit seinem 18. Lebensjahr Blutspender. Auf die Frage, warum er damit angefangen habe, antwortet Faller: "Weil es damals hieß, das sei gesund, das Blut werde gereinigt und wenn man etwas habe, bekomme man Bescheid". Mittlerweile steht für den Vater und Großvater der Wunsch zu helfen im Vordergrund. In der Rolle des Haupt-Geehrten fühlte sich der bühnenerprobte "Dilldapp" sichtlich unwohl. "Das ist normalerweise nicht so meins, so Ehrungen", gestand Faller. Vor den Ehrungen hatte Hermann Josef Decker von der Polizeiinspektion Morbach über "Wege aus der Gewalt" referiert. Nächster Blutspendetermin in Morbach ist Mittwoch, 6. April, 17 bis 21 Uhr, in der Hauptschule. Infos: 0800/1194911 oder www.DRK.de.