Jugend ist die Grundlage

WALDWEILER. Die Feuerwehren innerhalb der Verbandsgemeinde Kell am See haben die Zeichen der Zeit erkannt. Neun von 13 Ortschaften können eine gut funktionierende Jugendmannschaft vorweisen. Heute: Die Jugendfeuerwehr Waldweiler.

"Es war die Jugend selbst, die im Jahr 1976 den Weg in die Waldweilerer Feuerwehr suchte", sagt die Chronik der Feuerwehr Waldweiler aus. Jugendfeuerwehrwart Alexander Hädicke verweist auf die chronistischen Aufzeichnungen: "Elf Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren haben damals ihr Interesse bekundet, und gemeinsam mit dem damaligen Wehrführer, Karl-Heinz Stein, hat sich die Feuerwehr daran gemacht, eine Nachwuchstruppe auf die Beine zu stellen." Josef Gubernator habe die Ausbildung übernommen und schon im selben Jahr habe eine gemeinsame Übung stattgefunden. Hädicke: "Das motivierte natürlich, und in den kommenden Jahren traten weitere Jugendliche, dieses Mal auch unter der Altersgrenze von 16 Jahren, dem Team bei." Auf Initiative von Hermann Zender und Werner Mencher erfolgte am 15. August 1978 die Anmeldung der Jugendfeuerwehr beim Deutschen Feuerwehrverband. Dann war es geschafft: Nach Kell und Beuren hatte Waldweiler die dritte Jugendfeuerwehr auf Kreisebene. Jugendwart der Gruppe, die inzwischen auf 20 Jugendliche herangewachsen war, wurde Werner Mencher, erzählt die Chronik weiter. "Schon am Ende des Jahres wurden fünf Jugendliche aus der Gruppe in die aktive Wehr übernommen, denn sie hatten die Altersgrenze von 18 Jahren erreicht." 1998 erhielt die Jugendfeuerwehr Waldweiler erstmals Verstärkung durch das weibliche Geschlecht, erinnert sich der heutige Jugendwart Hädicke. "Zurzeit sind 18 Jugendliche, davon vier Mädchen, aktiv in der Jugendfeuerwehr Waldweiler." Viele Aktivitäten seien zu bewerkstelligen. Von Übungen in Theorie und Praxis, Wanderungen, Grillen, Besuch von Wettkämpfen bis hin zu Besuchen von Veranstaltungen des Kreisjugendfeuerwehrverbandes und Veranstaltungen auf Verbandsgemeinde-Ebene sei das Jahr immer ausgebucht. Auf eine Tatsache ist die Gruppe der Jugendlichen sehr stolz. Auch Jugendwart Hädicke: "Über 80 Prozent der aktiven Freiwilligen Feuerwehr stammen aus den Reihen der Jugendfeuerwehr."