Wer geistert da durch die Hauptstadt?

Wer geistert da durch die Hauptstadt?

Wer dieser Tage in der Hauptstadt Luxemburgs unterwegs ist, wird seltsame menschliche Silhouetten an Fassaden und Schaufenstern entdecken. Die "Straßengeister" sind das Werk des italienischen Künstlers Paolo Cirio.

Foto: (g_luxemb
Foto: (g_luxemb
Foto: (g_luxemb
Foto: (g_luxemb
Foto: (g_luxemb
Foto: (g_luxemb
Foto: (g_luxemb
Foto: (g_luxemb

Luxemburg. Seit Jahren verziert der des italienische Künstler Paolo Cirio mit seinen Werken Städte in der ganzen Welt. Und jetzt ist Luxemburg an der Reihe. Das Projekt heißt "Street Ghosts" (Straßengeister). Cirios Ziel ist es, die reale Welt mit der virtuellen zu vermischen.
Und so geht er vor: Aufkleber, die Menschen darstellen, die von Google Street View fotografiert wurden, werden genau dort angebracht, wo sie abgelichtet worden sind. "Diese öffentlich zugänglichen Bilder werden ohne die Erlaubnis der Fotografierten gemacht. Ich habe den Spieß umgedreht: Ich nehme die Bilder dieser Personen ohne Googles Erlaubnis und veröffentliche sie auf den Wänden", zitiert die luxemburgische Zeitung L'essentiel den Meister aus Italien.
"Street Ghosts" ist das allererste Projekt, das der Internationale Kunstverein Luxemburg (IKL) umsetzt. Für den Verein handelt es sich um eine perfekte Möglichkeit, Kunst und Bürgerschaft miteinander zu verbinden. "Luxemburg ist eine Stadt, in der sich viele Nationalitäten treffen. Dieses Projekt ist im Sinne der Bürger", sagt Martine Schneider-Speller, Vize-Präsidentin des IKL.
Die Aufkleber sollen noch mindestens drei Monate an Ort und Stelle bleiben. Die offizielle Eröffnung dieser Ausstellung der etwas anderen Art ist vor zwei Wochen im Théatre des Capucins über die Bühne gegangen. Seither können Neugierige sich auf die Suche machen - wenn sie denn nicht gar über die "Straßengeister" gewissermaßen stolpern. Über 30 Bilder sind in der Stadt verteilt. Wir zeigen auf dieser Seite schon einmal neun davon.

Mehr von Volksfreund