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Widerstand gegen "falsche" Luxemburger Patrioten

Widerstand gegen "falsche" Luxemburger Patrioten

Die einen nennen sich Luxemburger Patrioten Liga, die anderen Lëtzebuerger Patriote Liga. Erstere sind Anhänger der deutschen Pegida und AfD, die anderen ehemalige Widerstandskämpfer, die sich gegen den Namensmissbrauch wehren.

Luxemburg. Patrioten sind nicht gleich Patrioten. Die Lëtzebuer-ger Patriote Liga wehrt sich gegen die Luxemburger Patrioten Liga. Erstere sei der Name einer Luxemburger Widerstandsbewegung gegen die deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg gewesen. Darauf weist der Freundeskreis der Lëtzebuerger Patriote Liga hin. Diese habe nichts mit der der deutschen Pegida-Bewegung nahestehenden Luxemburger Patrioten Liga zu tun. "Zutiefst betroffen von einem derartigen Missbrauch des Namens einer Widerstandsbewegung" stelle er klar, dass er "diese unerhörte Vorgehensweise aufs Schärfste" verurteile und sich von "derartigen Extremisten" distanziere, sagt Nico Thill vom Freundeskreis.
Die von Thill kritisierte Patrioten-Liga, die sich auch Luxemburg Defence League nennt und hinter der der 27-jährige Luxemburger Timon Müllenheim steckt (der TV berichtete), verbreitet auf ihrer Facebook-Seite derweil weiter ihr konservatives Weltbild ("Was waren das noch gute Zeiten, als es gesellschaftlich völlig normal war, dass jedes Kind eine Mutter und einen Vater braucht.") und macht Werbung für Parolen der deutschen Partei AfD und für Pegida. Müllenheim war zuvor Mitglied der rechtskonservativen Luxemburger Partei ADR. wie