1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Gewerbegebiet in Großlittgen soll um 50.000 Quadrameter erweitert werden

Wirtschaft : Großlittger wollen mehr Gewerbe – Fläche soll um 50 000 Quadrameter erweitert werden

Sowohl ortsansässige Betriebe, als auch welche von außerhalb haben ein Interesse an der Erweiterung des Gewerbegebietes in Großlittgen. Doch für die Umsetzung muss die Gemeinde große Hürden überwinden.

Was kann man machen, wenn die Nachfrage für Gewerbeflächen immer mehr wächst, aber kaum noch Flächen zur Verfügung stehen? Dieses Problem ist in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land nicht neu. Das Ergebnis einer Studie, die vergangenes Jahr durchgeführt wurde, hat gezeigt, wo in der VG noch Flächen zur Erweiterung zur Verfügung stünden (der TV berichtete). Einer der Orte, in dem die Erweiterung der Gewerbeflächen möglich wäre, ist Großlittgen. Und einige Anfragen gibt es dort auch schon.

„Es hat schon viele Nachfragen von ortsansässigen Betrieben gegeben, die ihre Fläche erweitern wollen“, erklärt der Erste Beigeordnete von Großlittgen, Anton Klas. Insgesamt zählt Großlittgen bislang 34 Gewerbebetriebe. Elf Unternehmen davon sind im bestehenden Gewerbegebiet ansässig, der Rest im Ortskern. Von den 290 Arbeitsplätzen, die es durch die Betriebe in Großlittgen gibt, sind rund 190 im Gewerbegebiet angesiedelt. Derzeit umfasst das Gewerbegebiet 165 000 Quadratmeter. Der größte Teil der Fläche ist bis auf einen Restbestand schon verbaut. In den aktuellen Gesprächen sei von einem Flächenzukauf von 50 000 Quadratmetern die Rede gewesen. Für die Flächenerweiterung der bestehenden Betriebe sei es wichtig, dass die Gespräche und Verhandlungen mit den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke so schnell wie möglich geführt werden können, sagt Klas.

Ein Problem, das unter Umständen entstehen würde, wenn die Erweiterung der Flächen für bestehende Betriebe nicht möglich wäre, sei, dass diese Betriebe ihren Standort verlegen könnten. Klas: „Zum Beispiel hat die Firma Weber Stahl ihre Fläche im Gewerbegebiet schon um einiges vergrößert. Sollten sie noch mehr Fläche benötigen, die wir nicht zur Verfügung stellen könnten, könnte das schlecht aussehen.“

Hürden Aber nicht nur bereits angesiedelte  Betriebe haben Interesse an einer Flächenerweiterung gezeigt. Die Ansiedelung weiterer Betriebe von außerhalb sei allerdings derzeit noch etwas komplizierter,  sagt Klas: „Bisher  wurde der Ortsgemeinde im Raumordnungsplan die besondere Funktion „G“, was für Gewerbe steht, zugestanden“, erklärt Klas. Das habe auch auswärtigen Betrieben eine Ansiedlung in Großlittgen ermöglicht.

Doch für den jüngsten Entwurf des regionalen Raumordnungsplanes sehe die Planungsgemeinschaft Trier vor, dass dies in Zukunft nicht mehr der Fall sein solle, erklärt Klas. Die Großlittger wollen sich das aber nicht gefallen lassen und gegen den drohenden Verlust ihres „G“ wehren: In der Gemeinderatssitzung im Januar, so Klas,  sei beschlossen worden, dagegen vorzugehen. Dabei bekomme die Ortsgemeinde auch Unterstützung von der Verbandsgemeindeverwaltung. Sollte dieser Antrag im Sinne der Ortsgemeinde entschieden werden, könne die Gemeinde bei der Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes weitere Flächen ausweisen lassen. In Großlittgen ist man zuversichtlich, dass dies gelingen kann.

Interkommunal Zudem habe man bei der Planungsgemeinschaft beantragt, das Gewerbegebiet als interkommunales Gewerbegebiet Großlittgen, Binsfeld und Landscheid entwickeln zu dürfen. Klas: „Das bedeutet, dass diese Gemeinden gemeinsam bei der Planung, Realisierung und Vermarktung von Gewerbegebieten zusammenarbeiten. Das würde eine Entlastung bei den Kosten bedeuten und die Konkurrenzsituation zwischen den Gemeinden entschärfen.“

In Großlittgen hoffe man, dass beide Anträge genehmigt würden, „damit wir schon bald mit der detaillierten Planung beginnen können“. Ein großer Vorteil für Betriebe in Großlittgen sei die gute Anbindung an die Autobahnauffahrt in Landscheid und den Hochmoselübergang. Außerdem ermögliche die Lage des Gebietes, dass der Verkehr in und aus dem Gewerbegebiet das Dorfzentrum nicht tangiere, was ein Vorteil für die Betriebe und die Bewohner sei.