Jugendfeuerwehr, weil es Spaß macht: Kreisjugendlager in Merscheid

Ehrenamt : Jugendfeuerwehr macht Spaß

320 Jungen und Mädchen aus den Jugendfeuerwehren des Kreises Bernkastel-Wittlich haben am Zeltlager in Merscheid teilgenommen.

Wie man ein Feuer bekämpft haben viele Aktive der Freiwilligen Feuerwehren bereits in ihren Jugendfeuerwehren (JFW) zu Hause gelernt. Wie es auch die Mitglieder der JFW Kesten im Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Merscheid zeigen. „Nehmen wir an, dort vorne brennt ein Feuer“, sagt Johannes Valerius vom Kreisjugendfeuerwehrverband (KJFV) zu den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr (JFW) Kesten. Und schon rollen die vier Jungen und ein Mädchen Schläuche aus, kuppeln diese und schließen einen Kanister mit Schaummitteln an. Nach kurzer Zeit heißt es „Wasser marsch“, und im Ernstfall würden die jungen Aktiven jetzt mit der Brandbekämpfung starten. „Das habt ihr ja ganz gut gemacht“, lobt Valerius die Mannschaft der JFW Kesten. Drei Aktive aus Burg/Salm stellen anschließend eine Projektarbeit vor, die sie bereits zu Hause erarbeitet haben. Auf einer Tafel sind Knoten wie Halbschlag, Doppelter Ankerstich und Kreuzknoten aufgeführt, die ein Feuerwehrmann braucht, erklären sie. Sowohl die Brandbekämpfung als auch das Projekt sind Übungen, die die Wehren leisten müssen, um mit der Jugendflamme 3 ausgezeichnet zu werden. Dazu stehen noch theoretische Fragen und weitere Prüfungen wie Erste Hilfe auf der Agenda.

Viele der 320 Teilnehmer aus 25 JFW nutzen das einwöchige Zeltlager des KJFV in Merscheid, um diverse Prüfungen dieser Art abzulegen. Der Vorstand des KJFV, 60 Betreuer, die Malteser aus Dreis in der Küche und alle Feuerwehren der Einheitsgemeinde Morbach haben dafür gesorgt, dass die JFW des Kreises im Zeltlager eine Woche lang die Region kennenlernen, den Nationalpark Hunsrück-Hochwald und den Klettergarten Highlive am Erbeskopf sowie das Schwimmbad in Morbach besuchen. Und dabei kommt im Zeltlager, das die KJFW alle zwei Jahre organisiert und das in Merscheid seine 20. Auflage erlebt, der Spaß nicht zu kurz.

Warum organisiert die KJFV dieses Mammutzeltlager? „Aus Überzeugung“, sagt Patrick Rensch, Kreisjugendfeuerwehrwart im Landkreis Bernkastel-Wittlich. „Die Jugendarbeit macht Spaß. Besonders wenn man sieht, welche Freude die Teilnehmer daran haben. Die Stimmung war vom ersten Tag an super“, sagt er. Das Wetter habe auch sehr gut mitgespielt. Am vorletzten Tag sind aufgrund des 20. Lagers dieser Art auf einem selbst initiierten Jahrmarkt Spiele wie Dosenwerfen angesagt. „Heute soll viel gelacht werden“, sagt er.

Wie haben die Teilnehmer die Woche erlebt? Für Jonas aus Kesten ist es das dritte Zeltlager, an dem er teilnimmt. Bei ihm hat sich schon eine gewisse Routine eingestellt, da er die Abläufe kennt, sagt er. „Wir haben zu Hause und hier trainiert für die Jugendflamme 3“, sagt er. Für seine Kameradin Angelina ist diese Prüfung das Highlight gewesen. Zudem sei es schön, so viele neue Leute kennenzulernen.

Gibt es etwas, was beim nächsten Lager verbessert werden könnte? Beide sprechen die Mahlzeiten an. Die Portionen könnten größer, die Auswahl ausgewogener sein, sagen sie. Angelina mahnt zusätzlich mehr Pausen zwischen den Programmpunkten an. „Wir mussten zusätzlich für die Leistungsspange trainieren, da hatten wir kaum Freizeit.“

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