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Trotz steigender Patientenzahlen hat Verbundkrankenhaus genug Betten

Corona : Verbundkrankenhaus hat genügend Betten - trotz steigender Zahl der Covid-19-Patienten

Die Zahl der Corona-Patienten aus dem Kreis, die stationär behandelt werden müssen, ist zwischenzeitlich auf 20 gestiegen. Einen Engpass hat es jedoch nicht gegeben.

(will) Seit dem zurückliegenden Wochenende ist die Zahl der Patienten, die im Verbundkrankenhaus behandelt werden, stark angestiegen: Waren es am Freitag, 23. April, noch neun Covid-19-Patienten, von denen drei auf der Intensivstation behandelt wurden, meldete die Kreisverwaltung vier Tage später am Dienstag 20 Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden (drei auf der Intensivstation). Die Zahlen der sogenannten zweiten Corona-Welle im vergangenen Herbst/Winter werden allerdings derzeit noch nicht erreicht: Im Dezember 2020 wurden teilweise mehr als 30 Patienten gleichzeitig in der Klinik behandelt (wir berichteten). Zu Beginn des Jahres waren es in den ersten beiden Januar-Wochen zwischen 16 und maximal 24 Patienten, davon maximal fünf auf der Intensivstation. Im Laufe des Januars gingen die Zahlen wieder etwas zurück, seit Februar waren sie weitgehend stabil und pendelten sich zwischen vier und zwölf ein.

Wie viele Covid-19-Patienten könnten denn, den Ernstfall vorausgesetzt, gleichzeitig im Verbundkrankenhaus Bernkastel-Wittlich behandelt werden? Heike Ostermeier, stellvertretende kaufmännische Direktorin des Verbundkrankenhauses, antwortet dazu auf TV-Anfrage: „Das wird von der aktuellen Situation abhängen. Es müssen ausreichend Ressourcen vorhanden sein, Personal muss zur Verfügung stehen.“ So würden zum Beispiel durch die Mutationen und die Zeit, die bis zum Ergebnis der Sequenzierungen vergehe, mehr Räume zur Isolierung von Patienten benötigt. Und: „Bislang konnten alle Patienten behandelt werden.“ Die Behandlung der Covid-Patienten erfolge bis auf Einzelfälle am Standort Wittlich.

Und was würde passieren, wenn die Corona-Station voll belegt wäre und auch auf der Intensivstation keine entsprechenden Plätze mehr frei wären? Ostermeier: „Es würden Absprachen und Rücksprache mit den in Rheinland-Pfalz koordinierenden Krankenhäusern getroffen werden.“ Dann können Patienten auch verlegt werden, zum Beispiel nach Trier. Derzeit gibt es dort in den beiden großen Krankenhäusern genügend Betten für Corona-Patienten, das Corona-Gemeinschaftskrankenhaus im ehemaligen Elisabeth-Krankenhaus ist seit Ende Januar wieder geschlossen.