Wehlen : Warten auf die Zuschüsse

Wehlen benötigt einen Bürgersaal und einen Jugendraum. Pläne sind da, aber wann diese umgesetzt werden können ist ungewiss.

Schmuck sieht sie aus, die Turnhalle am Wehlener Moselufer aus dem Jahr 1911. Der Sportraum mit der Gewölbedecke, der sowohl von der Grundschule Wehlen als auch von verschiedenen Abteilungen des TuS Wehlen genützt wird, hat Flair. Und die Außenfassade mit dem davor angelegten Parkplatz ist erkennbar in einem Top-Zustand. Denn die Stadt Bernkastel-Kues hat nach der Übernahme der Turnhalle vom TuS Wehlen schon einiges an dem historischen Gebäude saniert. Doch trotzdem ist Umbaubedarf da, sagt die Wehlener Ortsvorsteherin Gertrud Weydert. „Man hat die Sanierung absichtlich in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt“, sagt sie. In der Halle sollen mehrere Bedarfe für den 1200 Einwohner zählenden Stadtteil von Bernkastel-Kues mit berücksichtigt werden. Denn in Wehlen fehlen ein dauerhafter Jugendraum und ein Bürgersaal. Die Lösung: Die Sanitär und Umkleideräume sollen in einen Anbau hinter der jetzigen Halle verlegt werden. In die jetzigen Umkleideräume, die nach vorne zum Parkplatz hin liegen, sollen die Jugendräume mit separatem Eingang untergebracht werden. Und oberhalb der neuen Umkleideräume im Anbau soll ein Bürgersaal Platz für die Wehlener bieten, die einen runden Geburtstag, Hochzeiten oder andere familiäre Anlässe mit bis zu 100 Personen feiern wollen. „Einen solchen Saal gibt es hier nicht“, sagt Weydert. „Wir wünschen uns den Baubeginn so bald wie möglich.“ Die Signale aus dem Stadtrat seien positiv. „Seit dem Verkauf der Kirche war klar, dass hier was passieren muss“, sagt sie.  Dort waren Überlegungen im Gang, einen Bürgersaal zu etablieren. Jedoch hätte sich die Forderung nach Barrierefreiheit mit dem erforderlichen Aufzug in dem denkmalgeschützten Gebäude nur sehr schwer verwirklichen lassen.

Allerdings ist die Finanzierung und damit auch der Beginn der Erweiterung der Turnhalle noch ungewiss. 1,3 Millionen Euro sollen die Umbauarbeiten und der Anbau kosten.

Der finanzielle Anteil, der der sportlichen Nutzung der Halle zuzurechnen ist, ist bereits bei der Sportförderung gemeldet. Für die restlichen Bauarbeiten sollen Zuschüsse aus dem Leaderprogramm beantragt werden, sagt Weydert. Erst nach Bewilligung der Zuschüsse könne man starten. Das Projekt werte den Ort auf und entspreche damit den Förderzielen, sagt sie.