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Wetter: Wintereinbruch: LKW bleiben stecken, Lifte laufen nicht

Wetter : Wintereinbruch: LKW bleiben stecken, Lifte laufen nicht

Ein schweres Wintergewitter ist am Mittwochnachmittag über den Hunsrück gezogen. Besonders betroffen waren Thalfang und Morbach. Dort fielen in kurzer Zeit bis zu zehn Zentimeter Neuschnee.

In der Folge blieben auf der Steigungsstrecke zwischen Morbach und Morbach-Gutenthal Lastwagen stecken. Mehr als 30 Brummis kamen nicht mehr weiter. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau. Zeitgleich kam auf der Birkenfelder Straße in Morbach ein Auto auf schneeglatter Straße von der Fahrbahn ab, riss ein Schild um und kam an einer Mauer zum Stillstand. Die Polizei sicherte die Unfallstelle ab, das Auto musste abgeschleppt werden.

Auch auf der B 269 zwischen Morbach und der Abfahrt zum Erbeskopf stellte sich ein LKW quer und blockierte die gesamte Fahrbahn. Auch dort kam es zu langen Staus. Es mussten Schneeketten aufgezogen werden. Der Raum- und Streudienst war im Dauereinsatz.

Der Wintereinbruch im Hunsrück hat auch dem Erbeskopf ein weißes Kleid verschafft. Vier bis acht Zentimeter Schnee lagen am Mittwochnachmittag auf der Piste. Doch für Klaus Hepp vom Wintersportzentrum Erbeskopf ist das noch kein Grund zur Freude. Denn der Schnee sei von der Konsistenz „pappig und nass“. Skifahren ist damit nicht möglich. Und auch bis zum Wochenende werde sich daran nichts ändern, denn dann werden Temperaturen bis acht Grad plus  erwartet. In dieser Saison liefen die Lifte noch nicht. Doch Hepp hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Saison 2019/20 nicht endet, bevor sie richtig angefangen hat. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison gab es immerhin 26 Lifttage.

„Wenn die Temperaturen es hergeben, werden wir die Piste auf jeden Fall beschneien“, erklärt Hepp weiter. Immerhin habe der Zweckverband rund 20 000 Euro in Hydromaten investiert.

Diese sind wichtige Bestandteile der Beschneiungsanlage. Und dank einer zu Testzwecken geliehenen Schneekanone, die bereits bei 0,5 Grad minus in der Lage sei, technischen Schnee zu produzieren, „wollen wir der Natur kräftig unter die Arme greifen“.