Zwangsversteigerung: Niedriges Gebot für Horather Familienhotel

Justiz : Zwangsversteigerung: Niedriges Gebot für Familienhotel in Horath

Zweiter Versteigerungstermin für das ehemalige Familienhotel Haus Hochwald in Horath vor dem Amtsgericht Trier: Ein Interessent gab am Mittwochmorgen für die barrierefreie 160-Betten-Immobilie, die seit Oktober 2017 leer steht, nach TV-Informationen ein Gebot in Höhe von 1,4 Millionen Euro ab.

Ein Gutachten, das im Rahmen der Zwangsversteigerung erstellt wurde, hatte die Immobilie zuvor mit 7,9 Millionen Euro bewertet, teilt ein Sprecher des Amtsgerichtes auf Anfrage mit. Damit liegt das Angebot bei knapp 18 Prozent des ermittelten Wertes. Der Gläubiger erhält in diesem Fall aufgrund des niedrigen Gebotes nicht zwingend den Zuschlag. Der Haupt-Gläubiger – in diesem Fall handelt es sich um die Sparkasse Mittelmosel – Eifel Mosel Hunsrück – müsse dem Gebot erst zustimmen, damit Gebäude und Grundstück den Besitzer wechseln. Bei dem Interessenten soll es sich um eine Immobilienfirma aus dem Frankfurter Raum handeln. Das Hotel wurde in den 1970er Jahren gebaut. In mehreren Bauabschnitten wurde es zu einem Vier-Sterne-Hotel mit Wellness-Landschaft und Turnhalle. In den besten Zeiten wurden dort 30 000 Übernachtungen registriert. Bis zu 75 Mitarbeiter waren dort beschäftigt. Im Juni 2017 wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet.

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