Direkte Kontakte

TRIER. (gsb) Im Rahmen des EU-Förderprogramms "Städtepartnerschaften" soll im Herbst in Trier eine europäische Schülerkonferenz stattfinden. Sie dient der Vorbereitung eines "Europäischen Zentrums für Schüleraustausch".

Vor einem Jahr diskutierten in Trier anlässlich des Besuches eines EU-Tracks Schülerinnen und Schüler, die bereits Austauscherfahrungen hatten, mit Lehrern und Politikern aller Ebenen über die Vor- und Nachteile eines zusammenwachsenden Europas. Eines der Ergebnisse dieser Veranstaltung war die Feststellung, dass für die jungen Menschen Europa nur in direkten, persönlichen und projektbezogenen Kontakten mit Gleichaltrigen eine Rolle spielt. Gleichzeitig stellte sich die Frage, wie die EU zusammenwachsen kann, wenn die Politik die Zielgruppe der jungen Menschen nur bedingt erreicht. Damit kamen die organisierten Projekte des grenzüberschreitenden Schüleraustauschs in die Diskussion. Im Nachgang zu dieser Diskussion formulierte das Amt für Stadtentwicklung und Statistik mit Schülerinnen und Schülern die Projektidee eines "Europäischen Zentrums für Schüleraustausch". Unter Leitung von Amtsleiter Johannes Weinand und in Abstimmung mit dem Schuldezernat wurden ab Herbst 2005 Ziele und Bausteine in einem ersten Projektentwurf festgehalten. Im Februar wurde ein Projektantrag bei der Europäischen Kommission im Rahmen des Förderprogramms "Städtepartnerschaften" gestellt. Damit soll eine einwöchige, grenzüberschreitende europäische Schülerkonferenz in Trier im November ermöglicht werden. Mit dieser europäischen Schülerkonferenz sollen die inhaltlichen, organisatorischen und finanziellen Grundlagen für den Aufbau eines "Europäischen Zentrums für Schüleraustausch" vorbereitet werden. Dreijährige Aufbauphase

Geplant ist nach Angaben des Amtes für Stadtentwicklung, dass bei der europäischen Schülerkonferenz neben den Trierer Gymnasien die Partnerschulen aus Ascoli, Metz, s`Hertogenbosch und Krakow teilnehmen. In einer einwöchigen Phase werden im Oktober die Schulen ihre Vorstellungen definieren, danach werden sie übersetzt und in einem Grundlagenpapier zusammengefasst. Das Amt für Stadtentwicklung geht von einer dreijährigen Aufbau- und Probephase aus, bis das Zentrum - möglicherweise aufbauend auf einer weiteren Institution - realisiert ist. Partner sind die Katholische Akademie und das "Euro Info Centre". Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen 70 000 Euro, davon sind 13 650 Euro aus Eigenmitteln der Stadt zu tragen. Da hiervon 12 150 Euro als Personalkosten für das Amt für Stadtentwicklung für Betreuung und Koordination gedeckt sind, bleibt für die Stadt ein Restbetrag von 1500 Euro.

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