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Für Frieden in der Ukraine: So helfen Grundschulen aus Trier und Umgebung

Spendenaktionen : Gemeinsam für den Frieden in der Ukraine: So helfen Grundschulen aus Trier und Umgebung

Mit Spendenläufen, Sammelaktionen, Kuchenverkauf und anderen Aktionen beteiligen sich Kinder an Grundschulen in Trier und der Region an Hilfen für die Ukraine. Zwei Kinder engagieren sich sogar auf eigene Faust.

Viele Grundschulen in Trier und Umgebung wollen mit anpacken und den Menschen in der Ukraine helfen. Auch den Jüngsten ist der Frieden ein großes Anliegen – und so engagieren sich Grundschüler und ihre Lehrer mit verschiedenen Aktionen für den Frieden und die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen.

Die St. Antonius Grundschule Pellingen organisierte mit einem spontanen Schulprojekt Hilfspakete für ukrainische Kinder: Die Grundschüler packten selbst 250 „Eine Portion Freude“-Boxen mit Lebensmitteln und kleinen Spielzeugen für ukrainische Kinder. Gesponsert wurden die Boxen von Bürgern aus Pellingen und Franzenheim. Zusätzlich kamen 2022 Euro Spenden zusammen, die für Medikamente ausgegeben werden. Außerdem stand der Schulcontainer als Sammelstelle für Hilfsgüter offen. Freiwillige Helfer haben die Spenden sortiert und in 50 Kisten versandfertig gemacht.

Die Matthias-Grundschule in Trier-Süd will mit einem Spendenlauf unterstützen. Rund 240 Kinder der Matthias-Grundschule laufen am Donnerstagmorgen ihre Runden für den guten Zweck. Zuvor suchten sie sich Sponsoren, die für jede Runde, die ein Kind schafft, einen Geldbetrag beisteuern. Immerhin: Jede Runde ist 300 Meter lang. „Es läuft die ganze Schule – von der ersten bis zur vierten Klasse“, sagt Organisatorin und Sportlehrerin Frauke Wagenbach. Der Erlös geht via den Förderverein der Schule an den Verein Humanitäre Hilfe Trier (Stand with Ukraine).

Bei einem Kuchenverkauf haben die Schüler der Grundschule Zerf 1350 Euro gesammelt – der Erlös geht an das regionale Projekt „Gaskocher für die Ukraine“, das den Kauf und Transport von Gaskochern in die Ukraine organisiert. Wo es keine Stromversorgung mehr gibt, können so Lebensmittel mit Gaskochern zubereitet werden. Die Initiative für den Kuchenverkauf kam von den Viertklässlern selbst. „Sie haben viel Redebedarf und möchten gerne etwas tun“, sagt Lehrerin Lena Kirf. Deswegen haben die Kinder gemeinsam mit den Eltern und Klassenlehrern die Kuchenaktion organisiert. Mit selbst gestalteten Plakaten, die sie in Zerf aufgehängt haben, haben sie für ihre Aktion geworben.

Die Schüler der Grundschule St. Marien in Nittel setzten  ein Zeichen für den Frieden: Alle Kinder der Klassen eins bis vier und alle Lehrer versammelten sich im Schulhof und bildeten gemeinsam ein großen Peace-Zeichen. Auch an der Grundschule Hermeskeil gab es eine Friedensaktion: ein überlebensgroßes Peace-Zeichen bildeten Schüler der dritten und vierten Klassen und ihre Lehrer. „Die Aktion wurde auf Wunsch der Kinder organisiert und geplant“, sagt Laura Heinz, Klassenlehrerin der 4c. Ein Video der Friedensaktion ist ab Mittwoch auf der Website der Schule zu sehen.

Dass es auch auf eigene Faust geht, zeigen zwei Viertklässlerinnen aus Schweich: Die Freundinnen Emilia und Caya wollten vor allem den Kindern aus der Ukraine helfen und haben selbst gemachte Armbänder verkauft. „Den beiden war es wichtig, dass sie nicht nur Geld sammeln, sondern auch etwas produzieren“, sagt Emilias Mutter Kerstin te Heesen. So seien sie gemeinsam auf die Idee gekommen, Armbänder in den Farben der Ukraine zu flechten.

 Schüler und Lehrer der Grundschule Hermeskeil formten ein großes Peace-Zeichen im Schulhof.
Schüler und Lehrer der Grundschule Hermeskeil formten ein großes Peace-Zeichen im Schulhof. Foto: Grundschule Hermeskeil

Das Material haben die Eltern organisiert, und in der ersten Produktionsrunde haben die Mädchen 35 Armbänder produziert. Die haben sie in ihrer Nachbarschaft verkauft. Die Aktion lief so gut, dass sie Bestellungen für mehr Armbänder aufgenommen haben und insgesamt rund 60 Bändchen verkauft haben.

 Grundschülerinnen Caya Annen (10) (links) und Emilia te Heesen (9) aus Schweich haben Armbänder in blau und gelb geflochten und in ihrer Nachbarschaft verkauft. Die Einnahmen haben sie gespendet.
Grundschülerinnen Caya Annen (10) (links) und Emilia te Heesen (9) aus Schweich haben Armbänder in blau und gelb geflochten und in ihrer Nachbarschaft verkauft. Die Einnahmen haben sie gespendet. Foto: Kerstin te Heesen
 Gemeinsam für den Frieden: Grundschülerinnen Caya Annen (10) und Emilia te Heesen (9) haben den Verkauf ihrer Armbänder selbst organisiert.
Gemeinsam für den Frieden: Grundschülerinnen Caya Annen (10) und Emilia te Heesen (9) haben den Verkauf ihrer Armbänder selbst organisiert. Foto: Kerstin te Heesen

Insgesamt sind 370 Euro an Spenden zusammen gekommen. Vater Henrik te Heesen hatte am Anfang der Aktion versprochen, den Spendenbetrag der Mädchen zu verdoppeln. Emilia und Caya habe vor allem am Herz gelegen, ukrainischen Kindern zu helfen, und so ist die Spende an die Ukraine Notfallhilfe der Unicef gegangen.

(aha)