Weder Blitzer für Vereine noch für Trierweiler

Weder Blitzer für Vereine noch für Trierweiler

April, April: Die Verkehrsüberwachung in Trier bleibt fest in kommunaler Hand und wird vorerst auf andere Orte ausgedehnt.

Die Autofahrer in der Stadt Trier sind teilweise schneller unterwegs als erlaubt. Rund zehn Prozent der gemessenen Fahrzeuge sind aufgefallen. PKW- oder LKW-Fahrer haben deshalb knapp zwei Millionen Euro gezahlt, da sie in Trier zu schnell unterwegs gewesen waren. Wer würde sich nicht gerne davon eine Scheibe abschneiden? Doch darauf wird nichts.

Der im Artikel in der Wochenendausgabe des Trierischen Volksfreunds erwähnte und zum Blitzen bereite Angelverein St. Matthias Trier mit seiner Jugendarbeit gibt es ebenso wenig wie den Karnevalsverein Grenderich, der den Rosenmontagszug dank Blitzereinnahmen wieder beleben will. Das war unser Aprilscherz.

Ebenso wie die Forderung der CDU Trier, dass mehr Gleichberechtigung beim Blitzen kommt. Wer zu schnell fährt, muss also weiter damit rechnen, geblitzt zu werden. Auch dann, wenn der Fahrer des vorher geblitzten Fahrzeugs ebenfalls ein Mann war.

Und auch die Menschen in Ayl müssen darauf warten, dass sich etwas in Sachen Verkehrsberuhigung tut. Zwar gibt es den Plan einer Ortsumgehung für die Saargemeinde. Doch ob und wann die umgesetzt werden, kann das zuständige Mainzer Verkehrsministerium bisher nicht sagen. Und dass, obwohl die neue Straße ebenso wie die Ortsumgehung Trier-Zewen oder der Moselaufstieg im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans steht.

Was hingegen stimmt, ist der Wunsch Trierweilers, dass die Trierer auch in dieser Gemeinde die Geschwindigkeit kontrollieren. Dies ist bisher wie in allen anderen Verbandsgemeinden des Landkreises allein Aufgabe der Polizei. Und die ist für einen Bereich zwischen Auw an der belgischen und Züsch an der saarländischen Grenze zuständig.
Trierweilers Ortsbürgermeister Matthias Daleiden hat auch mit Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe über das Thema gesprochen. Doch bisher blitzen Trierer nur in Trier.

Und wer die vermeintliche Sitzung des Dezernatsausschusses am Samstag besucht hat und mit dem Auto zum Trierer Augustinerhof gefahren ist, ist hoffentlich nicht zu schnell gefahren. Sonst ist er am Ende noch geblitzt worden.