Ein dreifacher Treffer

DAUN-RENGEN/NOHN. Sie gehören zu den "größten Fußballfans der Welt": Christian Theisen aus Rengen und die Brüder Sebastian und Noah Romes aus Nohn. Beim WM-Achtelfinalspiel Schweiz gegen Ukraine waren sie in Köln bei der Fußball-Eskorte "live" dabei.

"Ja, wir sind Fußballfans", sagen Christian Theisen (8 Jahre) und die Brüder Noah (6) und Sebastian Romes (8) aus Nohn. Nicht nur das. Sie sind auch aktive Spieler. Christian ist Mitglied im SC Rot-Weiß Rengen und spielt in der JSG Daun F2. Sebastian spielt in der F-Jugend des SV Fortuna 21 Nohn und sein Bruder in der dortigen Bambini-Mannschaft. Christian und die Romes-Brüder kennen sich also "flüchtig" von den regionalen Sportplätzen her. Aber auch durch ihre Väter Ernst Theisen und Georg Romes, die Arbeitskollegen sind. Und seit kurzem haben sie noch eine ganz tolle gemeinsame Erinnerung - an die Fußball-Weltmeisterschaft. Genauer gesagt an das Achtelfinalspiel Schweiz gegen Ukraine. Auch wenn die Schweizer 0:3 verloren haben, war es doch das größte Erlebnis für die drei Jungs, bei deren Fußballeskorte dabei zu sein. Ohne dass sie es voneinander wussten, hatten sich die beiden Familien bei der McDonald's-Aktion zur Teilnahme bei einer Fußball-Eskorte bereits im Winter beworben. Die Aufgabe des Kreativwettbewerbs der Restaurantkette lautete: "Was macht dich zum größten Fußballfan der Welt?" Für die Beantwortung konnte man der Phantasie freien, aber gleichzeitig auch anspruchsvollen Lauf lassen, so die Eltern. Sebastian erzählt: "Ich habe ein Bild von einem Stadion gemalt, wo Spieler einlaufen." Noah: "Ich auch." "Nur mit einem anderen Spieler", ergänzt Mama Christiane. "Und ich habe ein Torbild gemalt, das man aufstellen konnte", erzählt Christian. Und dann, vor einigen Wochen, kamen nach und nach die Gewinnbenachrichtigungen. Wie der Zufall es wollte, waren die drei dabei (unter einer Million Bewerbungen in Deutschland). Und dann ging es mittags ab nach Köln. "Die Kinder wurden sehr gut vorbereitet", lobt Georg Romes die Verantwortlichen. Dann war es endlich soweit im RheinEnergieStadion in Köln. Um 21 Uhr war der Anpfiff. Vorher war der große Moment gekommen: Die Jungs durften Hand in Hand mit einem Fußballstar der Schweizer Nationalmannschaft ins Stadion einlaufen: Noah mit Johann Vogel ("Nummer 6"), Sebastian mit Alex Frei ("Nummer 9") und Christian mit Tranquillo Barnetta ("Nummer 16"). Wie war's? Noah strahlt wortlos. Sein großer Bruder Sebastian berichtet: "Gut, aber ich war aufgeregt." "Und wir haben diese tolle Tasche bekommen", zeigt Christian ein Riesenexemplar für die nächsten Sportjahre. Darin waren auch die Trikots, die jedes Eskorten-Kind bekam. In Rot-Gelb.