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Maria-Hilf-Krankenhaus Daun weiht Endoskopie ein

Medizinische Versorgung : Neue Abteilung für Dauner Klinik

Ein weiterer Meilenstein – der vorletzte – in der Umstrukturierung und Erweiterung des Maria-Hilf-Krankenhauses Daun ist mit der Einweihung der Endoskopie-Abteilung gesetzt worden. Das Geld für die 450 000 Euro teuren Geräte stammt aus der Lepper-Stiftung.

„Heute nur Positives“: Dem Dauner Krankenhaus-Direktor Franz-Josef Jax sieht man die Freude und Erleichterung gleichsam an, als er mit diesen Worten die Feierstunde zur Einweihung der Endoskopie-Abteilung eröffnet. Hatte doch das Maria-Hilf-Krankenhaus wegen der Schließung der Geburtshilfeabteilung zuletzt arg in der Kritik gestanden (der Trierische Volksfreund berichtete).

Nun aber ist eine weitere Abteilung im Rahmen der seit 2015 laufenden Neu- und Umbauten in Betrieb genommen worden. Wie es sich für ein professionell arbeitendes Gesundheitszentrum mit christlichen Wurzeln gehöre, sagt Jax, werde es zunächst im Beisein von Mitarbeitern und Gästen unter den Segen Gottes gestellt. Und anschließend beim Rundgang mit Chefarzt Dr. Michael Dederer vorgestellt.

Das Land Rheinland-Pfalz habe viel Geld investiert, betont Jax, nämlich neun der insgesamt zwölf Millionen Euro umfassenden Investitionssumme. „Aber viel war letztlich nicht genug“, räumt er ein. Mit Blick auf die rund 450 000 Euro teuren Geräte erklärt er: „Das hätten wir uns zurzeit nicht leisten können.“

Doch wie bei der Finanzierung des Herzkatheterlabors mit 650 000 Euro im Vorjahr seien auch bei der Ausstattung der Endoskopie-Abteilung die erforderlichen Geldmittel durch die Stiftung des Dauner Unternehmer-Ehepaars Peter und Doris Lepper zur Verfügung gestellt worden.

„Sonde samt Optik“ lautet die Kurzformel der Endoskopie-Abteilung. Sie besteht aus zwei Untersuchungs- und zwei Aufbereitungsräumen sowie der Anmeldung und dem Aufwachraum (dieser mit einem traumhaften Panoramablick von der St.-Nikolaus-Kirche über das Wohngebiet „Im Leyen“ bis zum Viadukt). Für die jährlich etwa 3000 „Spiegelungen“ von Darm, Magen, Gallengängen, Gallenblase und Gängen der Bauchspeicheldrüse stehen 14 Endoskope und ein Durchleuchtungsgerät zur Verfügung.

„Sehnsüchtig erwartet und nun alles auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik in großzügig bemessenen Räumlichkeiten“, bringt der Gastroenterologe und Internist Michael Dederer die neue Abteilung auf den Punkt.

Voraussetzung war die Verlagerung der Radiologie in den Neubau im dritten Obergeschoss gewesen. Als letzter Bauabschnitt wird laut Direktor Jax in den kommenden Monaten bis zur Jahresmitte die bisherige Endoskopie-Abteilung zurückgebaut; danach stehe die Neuorganisation der Notaufnahme auf dem Plan.