Pitter

Wer behauptet eigentlich immer, Verwaltungen und ähnliche Einrichtungen wären nicht rührend um uns besorgt? Auch sie sind doch stark daran interessiert, dass es uns geistig und körperlich gut geht. Wir neigen nun mal dazu, bequem zu werden.

Foto: (e_daun )

"Also wenn jemand die Kiste Stubbi mittlerweile mit aufs Sofa nimmt, meinst du so was?", flötet ein sonores Stimmchen aus einem Nebenraum. Schwätz du nur weiter Stuss, wollte ich sagen. Aber in den nächsten Tagen rücken wir uns so nah auf die Pelle, da kann ich keinen Stress mit Walburga brauchen. Eine besondere visuelle Herausforderung hat nun der Zweckverband AbfallwirtschaftRegion Trier (ART) den Eifelern gestellt. Schon mal einen Blick in die neue Abfallfibel geworfen? Die Terminübersicht gesehen? Obwohl: Passender wäre "Wie Sie sehen, sehen Sie nichts", denn man erahnt eher, dass es sich um die Termine handeln könnte. Also, übermäßig Geld für Tinte und Papier geben sie nun wirklich nicht aus, die Trierer Hornis, obwohl sie bestimmt einen lukrativen Kooperationsvertrag mit namhaften Lupenherstellern und/oder dem Optiker-Bundesverband haben. Denn ohne Seh-Hilfe geht nix, um die unfassbar winzigen Termine halbwegs zu erkennen. Für größere Buchstaben langt es nicht, aber immerhin für eine extra-große Beitragserhöhung. Durchschnittlich mehr als 30 Prozent fürs nächste Jahr, da sollte doch für 2018 eine DIN-A-3-Fibel drin sein, oder? Was, es gibt doch eine App? Prima, das hilft Uroma Erna aus Nitz mit ihrem Bakelit-Fernsprechgerät ungemein weiter ... Mögen heute bei euch die Geschenke größer ausfallen als die Abfalltermin-Übersicht! In diesem Sinne, frohes Fest! Übrigens: Mehr über die Abfallfibel erfahrt ihr auf Seite 12 ...