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Sieger des Jugend-Fotowettbewerbs der Dauner Fototage ausgezeichnet

Preisverleihung : Wie Jugendliche Farben und Formen sehen

Mit rund viermonatiger, corona-bedingter Verzögerung sind gestern die Sieger des Jugend-Fotowettbewerbs ausgezeichnet worden, der von der Kreissparkasse Vulkaneifel im Rahmen der Dauner Fototage angeboten wurde.

Normalerweise werden die Teilnehmerbilder des Jugend-Fotowettbewerbs bei den Dauner Fototagen alle in einer eigenen Veranstaltung gezeigt. Auf der großen Leinwand im Forum hätte Hans Nieder, als Initiator der Fototage, jedes der insgesamt 129 Bilder gezeigt und besprochen. In diesem Jahr ist die Veranstaltung vorsorglich in den Oktober verschoben worden.

Damit die neun Sieger des Wettbewerbs aber nicht so lange warten mussten, hat die Dauner Kreissparkasse, die den Wettbewerb ausrichtet, die jungen Bildermacher zu einer eigenen kleinen Veranstaltung eingeladen. „Der Jugend-Fotowettbewerb ist bei den Dauner Fototagen zu einer ganz großen Hausnummer geworden“, sagt Hans Nieder bei der Begrüßung.

So hatten die fünf Juroren viel zu tun, um aus der großen Menge der eingereichten Bilder die Sieger herauszufiltern. Das Thema Form und Farbe hat offenbar positiv herausgefordert. Besonders haben sich dabei Mädchen und junge Frauen angesprochen gefühlt, denn die überwiegende Anzahl der Einsendungen stammt aus weiblicher Hand.

Mit diesem Foto hat Lisa Frings aus Daun als erste Siegerin überhaupt volle Punktzahl erzielt. Foto: Alwin Ixfeld

Das spiegelt sich auch bei den Siegerbildern. So hat Ben Kaiser aus Kirchweiler als einziger Junge einen Preis gewonnen. Ein Novum stellt auch der erste Platz in der Gruppe der 16- bis 18-jährigen Teilnehmer dar: Lisa Frings hat mit ihrer Straßenszene zum ersten Mal in der Geschichte des Jugendwettbewerbs alle Punkte der Jury erzielt.

Die ursprünglich für den März geplanten Fototage sollen vom 17. bis 19. Oktober stattfinden. „Das ist Plan B“, sagt Initiator Nieder dazu. Aber es gebe auch einen Plan C: „Das wäre die Verlegung des Festivals in den März 2021, mit dem gleichen Programm. Die Referenten haben für beide Pläne bereits zugestimmt.“ Dadurch müssten die für März kommenden Jahres geplanten Referenten verschoben werden, aber „es könnte sein, dass ich dann im Oktober noch ein Festival anbiete“, erklärt Nieder.

Mit diesem Bild hat Ben Kaiser den dritten Platz in der Gruppe der zehn- bis zwölf-Jährigen gewonnen. Foto: Alwin Ixfeld

Auch die für kommenden November geplante Preview der Fototage steht zwar auf der Kippe, könnte aber am 14. und 15. November stattfinden, vorausgesetzt, die Sicherheitsmaßnahmen dazu können erfüllt werden. „Das wäre dann auch ein Test, kommen die Leute dann überhaupt, wollen sie das?“, erklärt Nieder. Die Referenten, zu denen er Kontakt halte, seien „erstaunlich relaxed“. Einige von ihnen bieten via Internet Streamingportale an, wie etwa „Sofareisen“. Andere seien in einem Autokino aufgetreten. Besonders positiv bewertet Nieder die „große Solidarität der Fangemeinschaft“. Diese Fotofreunde haben in den vergangenen Jahren immer für volle Säle im Dauner Forum gesorgt, mit zuletzt mehr als 2500 Besuchern. Wie sich die kommenden Dauner Fototage präsentieren werden, ist durch die Corona-Krise aber unklar.