Sommerfest des Vereins „Tiere in Not“ in Hillesheim

Tierschutz in der Eifel : Die schönsten Schnauzen

Eveline Maus aus Birgel vermittelt als Vorsitzende des Vereins „Tiere in Not“ Hunde an neue Besitzer. Und auch beim Sommerfest des Vereins am 25. August in Hillesheim dreht sich alles um Fellnase und Fiffi.

Ganz geduldig und brav liegt Molly ihrem Pflege-Frauchen zu Füßen, während Eveline Maus unserer Zeitung von ihren Tierschutzaktivitäten berichtet und auf das Sommerfest am 25. August (siehe Info) hinweist.

Molly ist eine dreijährige Maltesermischlingshündin, sie leidet an den Folgen einer Allergie durch die schlechte  Haltung der Vorbesitzer und ist in Behandlung. „Ich bin zuversichtlich, dass sie wieder ganz gesund wird und bald ein neues Zuhause findet“, erklärt Eveline Maus. Ein neues Zuhause erhofft sie auch für Odin, den bildschönen fünfjährigen Husky-Mix, der vor einem Jahr aus Zeitmangel abgegeben wurde, aber leider immer noch nicht vermittelt werden konnte. Oder die Bernhardinerhündin Lotta, die fast ihr ganzes bisheriges Leben (zehn Jahre) an einem Baum angebunden verbracht hatte. „Sie ist noch fit und könnte bei Tierliebhabern mit Grundstück noch eine Zeitlang eine treue Begleiterin sein“, meint Eveline Maus.

  Hunde wie Molly, Odin, Lotta und all die anderen (zurzeit sind acht in Obhut des Vereins, davon vier bei Eveline Maus) liegen der Tierschützerin aus Birgel am Herzen. Seit mehr als 20 Jahren ist die ehemalige Kauffrau Mitglied im Verein „Tiere in Not“, der in Hürth bei Köln gegründet wurde und daher „Hürth“ im Namen trägt.

Seit 2018 ist die Rentnerin die erste Vorsitzende des Vereins mit etwa 60 Mitgliedern. Ihre Pflegehunde sind aus unterschiedlichen Gründen abgegeben worden. Übernommen werden auch Fundhunde und beschlagnahmte Hunde. Eveline Maus arbeitet mit anderen Tierschutzvereinen zusammen, darunter auch mit einem in Ungarn. Manchmal werde ein Hund nach kürzester Zeit vermittelt, manchmal dauere es auch viel länger, erzählt sie. Und bietet für besonders schwer vermittelbare Vierbeiner die Möglichkeit der Patenschaft an. Dann zahlt man einen freiwilligen Betrag, der nur für diesen Hund verwendet wird.

  „Ich habe im Tierschutz schon manche Sternstunde erlebt“, sagt Eveline Maus – „aber auch schon viel Ärger“, räumt sie ein. Hunde zu halten, sei ein großer Kostenfaktor. „Denn wir nehmen es sehr genau mit dem Futter und der tierärztlichen Versorgung und haben ja auch  Pensionskosten zu tragen“, betont sie. Einige Hunde sind in Hillesheim bei Gabi Lames untergebracht. Sie ist Inhaberin vom „Haus der Hunde“ mit Hundepension und Hundeschule. Um Geld für die Vereinskasse zu erwirtschaften, hatte dort viele Jahre ein Weihnachtsbasar stattgefunden. Vor zwei Jahren kam Eveline Maus stattdessen auf die Idee eines Sommerfestes, dessen Erlös auch bei der diesjährigen dritten Ausgabe komplett in den Verein „Tiere in Not  Hürth“ fließt. „Wir sind sehr dankbar, dass Gabi Lames den Verein auch beim Sommerfest wieder so toll unterstützt“, erklärt die Vorsitzende.

Wer Interesse hat, einen Hund oder eine Patenschaft für einen Hund zu übernehmen oder den Tierschutzverein durch Geldspenden zu unterstützen, wendet sich an Eveline Maus, Birgel, Telefon: 06597/3135, E-Mail: ev.-maus@t-online.de