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Ausgeschwitzt im Westerwald

Ausgeschwitzt im Westerwald

Basketball-Zweitligist Gladiators Trier ist aus dem Trainingslager im Westerwald zurück. Neben drei Testspielsiegen und einem zufriedenem Kapitän gibt’s allerdings auch einen Wermutstropfen.

Trier. Nein, gehen könne er schon noch, betont Simon Schmitz, so schlimm sei der Muskelkater nicht. "Obwohl", so gesteht der Kapitän von Basketball-Zweitligist Gladiators Trier, "anstrengend war es schon, die Hitze war extrem". Eine Woche Trainingslager in Altenkirchen (Westerwald) liegt hinter Schmitz und den anderen Gladiatoren. Die Bilanz: zahllose Trainingseinheiten, drei Testspiele, drei Siege. Gegen Drittligist Bayer Leverkusen gewann das Team von Trainer Marco van den Berg mit 104:56, gegen Regionalligist Koblenz hieß es am Ende 78:50, und den luxemburgischen Erstligisten BBC Etzella Ettelbruck bezwangen die Trierer mit 76:56. "Besonders der Sieg gegen Leverkusen war beeindruckend", findet Schmitz. "Wir haben extrem aggressiv in der Verteidigung agiert und gut gereboundet - auch das Zusammenspiel in der Offensive lief gut."
Insgesamt sei es ein "sehr erfolgreiches Trainingslager" gewesen, das gezeigt habe, dass die vier Neuzugänge Johannes Joos, Ryan Nicholas, Pablo Coro und Thomas Grün sehr gut ins Team passten. "Man sieht, dass Ryan uns durch seine Erfahrung weiterbringen wird, auch Johannes hat schon gezeigt, wie wichtig er unter den Körben für uns werden wird - er hat extrem gut gereboundet", berichtet der 26-Jährige. Die Truppe, so Schmitz, sei sehr homogen, "es ist keiner dabei, der sich profilieren will, da entwickelt sich ein echtes Team."
Im Test gegen Koblenz ließ van den Berg die Erfahrenen Schmitz, Dietz und Nicholas auf der Bank. "Wir wollten da mal sehen, was die Jungs ohne die Drei zeigen", erläutert der Niederländer. Joos (17 Punkte) und Herrera (16) führten das Team daraufhin gegen die deutlich höher gewachsenen Koblenzer zum Sieg. Auch in der Liga werden die Gladiatoren oft auf deutlich größere Gegner treffen. Mit Joos (2,06 Meter), Jack Eggleston (2,03 Meter), Kilian Dietz (2,01 Meter) und Ryan Nicholas (2,00 Meter) gehören die Trierer zu den kleineren Mannschaften der ProA. Ein Nachteil? "Nein", findet Simon Schmitz, "wir haben gute Rebounder im Team, haben auch gegen Koblenz und Ettelbruck gezeigt, dass wir gegen größer besetzte Teams unter den Körben bestehen können". Außerdem, so der Mann aus Bad Bergzabern, könne das Team durch seine Physis und seinen Willen einiges wettmachen.
Einen guten Eindruck hinterließ US-Amerikaner Jack Eggleston. Mit starker Präsenz unter den Körben und einem guten Passspiel deutete der Mann aus Indianapolis ("Er hat fünf Kilogramm Muskelmasse zugelegt", van den Berg) an, dass er sich für sein zweites Jahr an der Mosel viel vorgenommen hat.
"Von der kämpferischen Einstellung und vom Zusammenhalt sind wir deutlich weiter als vor einem Jahr, allerdings müssen sich noch einige Neue an das Tempo und unsere Gangart gewöhnen", betont der Trainer. Simon Schmitz, Kevin Smit, Sebastian Herrera ("Er hat einen großen Sprung in seiner Entwicklung gemacht") und Jack Eggleston befänden sich bereits auf einem sehr hohen Niveau. Pausieren muss erst mal Neuzugang Pablo Coro. Der chilenische Neuzugang verletzte sich am Sprunggelenk und fällt zwei Wochen aus. "Das ist nichts Schlimmes", prophezeit der niederländische Trainer. Für Montag und Dienstag hat er seinen Jungs freigegeben. Am Mittwochabend steht dann das nächste Testspiel auf dem Programm. Um 20.30 Uhr treten die Gladiators auswärts bei BBC Etzella Ettelbruck an.
Die Gladiators starten am Sonntag, 25. September, um 17 Uhr bei den Rheinstars Köln in die Saison. Das erste Heimspiel steht 1. Oktober an. Dann sind die Baskets Essen zu Gast.