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Kommentar von Stefan Strohm zum 1. FC Kaiserslautern: Die letzte Patrone muss zünden

Meinung : Die letzte Patrone muss zünden

Die Roten Teufel stehen einmal mehr am Abgrund. Nach überstandenem Insolvenzverfahren droht nun der sportliche Kollaps. Es wäre die logische Konsequenz nach jahrelanger Misswirtschaft, vielen Trainerwechseln und noch mehr überflüssigen Spielertransfers, denn das Grundproblem blieb immer das gleiche: Es fehlte die Kontinuität und die sportliche Strategie.

Trotz chronischer finanzieller Probleme des Vereins gab es genug Geld für das Profi-Team, doch in den vergangenen fünf Jahren gelang es nie, eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Während Talente wie Nicklas Shipnoski, Sebastian Jacob  oder Maurice Deville auf dem Betzenberg keinen Fuß auf den Boden brachten, überzeugen sie nun beim besser platzierten Liga-Konkurrenten Saarbrücken.  Egal, wer auf Jeff Saibene folgen wird: Die letzte Patrone von Markus Merk & Co. muss zünden. Anders als 2008, als Stefan Kuntz und Milan Sasic den FCK mit der Aktion „Herzblut“ vor dem Abstieg in die 3. Liga retteten, muss es der neue Coach nun ohne Fans schaffen, den Abstieg in die Regionalliga zu verhindern. Es gibt leichtere Missionen.

s.strohm@volksfreund.de