Das Spiel der vergebenen Chancen

Mit 21:32 und ihrer wohl schlechtesten Saisonleistung haben die Trierer Miezen das Rückspiel um die Einzug ins Final Four verloren. Mehr als 400 Zuschauer sahen das Spiel in der Wolfsberghalle.

 Die A-Jugend der Trierer Miezen um Lara Leuckefeld (Mitte) ist an der SG Oeversee gescheitert. TV-Foto: funkbild

Die A-Jugend der Trierer Miezen um Lara Leuckefeld (Mitte) ist an der SG Oeversee gescheitert. TV-Foto: funkbild

Trier. (R.S.) DJK/MJC Trier - SG Oeversee/Jarplund-Weding 21:32 (8:12) Bereits lange vor dem Abpfiff war die Entscheidung gefallen: Der Traum vom Final Four um die Deutsche Meisterschaft war für die kleinen Miezen ausgeträumt. Das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler unterlag nach der wohl schwächsten Saisonleistung im Rückspiel dem starken Gast aus dem Norden mit 21:32 deutlich. Das Hinspiel vor einer Woche hatten die Triererinnen noch mit 32:28 gewonnen. Keine Spielerin erreichte Normalform, die Mannschaft wirkte körperlich und geistig ausgebrannt. Vor mehr als 400 Zuschauern in der Wolfsberghalle standen vor allem die Leistungsträgerinnen der Mannschaft von Beginn an neben sich. Mental und körperlich frischer schlugen die Gäste die Triererinnen mit ihren eigenen Waffen und bestraften jeden Ballverlust mit blitzschnellem Gegenstoßspiel. Mit einem 8:12 gingen die Teams schließlich in die Pause. Bis zur 35. Minute glimmte ein kleines Fünkchen Hoffnung auf Trierer Seite, als Lara Leuckefeld ihre Mannschaft bis auf drei Tore (12:15) heranbrachte und das Final Four wieder greifbar schien. Zwei vergebene Siebenmeter der Triererinnen und zahlreiche Ballverluste ließen die Gäste aber über 18:12 auf 24:15 in der 48. Minute davonziehen. Nach dem Schlusspfiff waren Trainerin und Mannschaft nicht zu trösten. Während die Gäste sich über den verdienten Erfolg freuten, flossen auf Trierer Seite die Tränen. "Die Mannschaft war wie gelähmt. Umso länger das Spiel dauerte, desto mehr haben sie aufgegeben", sagte Trainerin Kerstin Reckenthäler, die noch nicht weiß, wie es sportlich für sie weitergeht. HVR-Vizepräsident Herbert Schuhmacher ehrte die Mannschaft im Anschluss nachträglich für den Gewinn der Südwestdeutschen Meisterschaft. Die Mannschaft bestritt ihr letztes gemeinsames Spiel, einige Spielerinnen verlassen den Verein (Diana Scheuring zur HSG Wittlich, Christine Henn und Michele Sorger gehen zur HSG Mülheim/Kärlich/Bassenheim), die meisten Spielerinnen stoßen zum Regionalkader von Elena Vereschako, Caroline Thomas und "Kate" Schneider gehören dem Bundesligakader der Miezen an.

MJC: Kunsmann und Reis - Sorger (3/1), Heumüller, Leuckefeld (4), Irsch, Thomas (1), Henn, Premm (3/1), Rühl (4), Binninger (3), Weber, Groetzki, Schneider (3/2).