Heimkehr ohne Titel

Mit wichtigen Erfahrungen auf dem Feld und darüber hinaus kehrte Regionalliga-Mieze Jessica Kockler am Sonntagabend von der Juniorinnen-WM in Südkorea zurück. Mit der deutschen Mannschaft wurde sie Siebte.

Seoul/Trier. "Wenn ich nach Hause komme, freue ich mich erst einmal auf frisch und angenehm temperierte Luft." Jessica Kockler war es angesichts von Temperaturen von 33 Grad, 90-prozentiger Luftfeuchtigkeit und dem Smog, der zu einer Zehn-Millionen-Stadt dazugehört, sichtlich zu warm in Seoul. Gestern abend kehrte die 20-jährige Torfrau der Regionalliga-Mannschaft der Trie rer Miezen wieder zurück nach Deutschland - im Gepäck zwar nicht die erhoffte WM-Medaille, aber viele prägende Erfahrungen. "Es war total interessant, die koreanische Kultur und Lebensweise zu sehen."

Die Gymnasiastin aus dem saarländischen Marpingen reiste als Nummer drei im deutschen Tor nach Südkorea. Ihre Aufgabe erfüllte Kockler bravourös: Bei sechs Siebenmetern stand sie im deutschen Tor, vier wehrte sie ab. "Ab dem dritten Spiel hatten wir diesen Wechsel eingeplant, schließlich kannten mich die Gegnerinnen ja nicht", sagt Kockler. An der Mieze lag es also nicht, dass die deutschen Juniorinnen ihr Ziel - das Halbfinale - klar verpassten. Dabei war deutlich mehr drin, vor allem die Niederlage gegen Gastgeber Südkorea schmerzte. Über 50 Minuten dominierten die Deutschen, die als Titelverteidiger angetreten waren, das Spiel.

Mit dieser Niederlage war das verpasste Halbfinale besiegelt, nachdem man zuvor klar gegen den späteren Weltmeister Norwegen verloren hatte. Im letzten Hauptrundenspiel wollten sich die Deutschen zumindest noch um das Spiel um Platz fünf qualifizieren, unterlagen allerdings den Niederlanden. Im Spiel um Platz sieben gab es noch einen versöhnlichen Abschluss mit dem 31:30 gegen Schweden.

Kockler war im deutschen Team die einzige Drittliga-Spielerin. Nun steht erst einmal die Vorbereitung auf die neue Drittliga-Saison an.