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Sportplakette für Günter Wagner: Schon 50 Jahre im Dienst des Sports

Sportplakette des Landes : Günter Wagner: 50 Jahre im Dienst des Sports – und kein bisschen müde

Der Vorsitzende des Sportkreises Bernkastel-Wittlich hat die höchste Auszeichnung des Landes verliehen bekommen. Der 65-Jährige hat schon viel erlebt – und steht vor einer großen Herausforderung.

Diese Auszeichnung hat wahrlich nicht jeder im Schrank liegen. Günter Wagner (65) ist mit der Sportplakette des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Dabei handelt es sich um die höchste Würdigung des Landes, die im Bereich des Sports verliehen wird. „Das ist eine Anerkennung, die mich sehr, sehr freut. Sie macht mich auch ein bisschen stolz“, sagt Wagner, der bislang bereits auf eine mehr als 50-jährige Zeit im Sport zurückblicken kann – erst als Aktiver, dann als Funktionär.

Wagner begann Mitte der 1960er Jahre als Fußballer in seinem Heimatort Monzelfeld. „Seinerzeit gab’s für uns Kinder nur Fußball. Uwe Seeler, Hans Tilkowski, Helmut Haller, Karl-Heinz Schnellinger, Lothar Emmerich, der junge Franz Beckenbauer – das waren unsere Stars von damals“, sagt Wagner, der mit der D-Jugend des SV Monzelfeld gleich in seiner ersten Saison den Kreismeistertitel gewann. Fußball-Auswärtsfahrten – das waren früher noch richtige Abenteuer. Wagner: „Wir traten mit Monzelfeld mal in Stipshausen im Landkreis Birkenfeld an. Das fühlte sich wie eine Weltreise an.“

Seine Karriere in der ersten Mannschaft des SVM beendete Wagner mit 35 Jahren, später spielte er bis 60 noch in der Traditionsmannschaft des Altkreises Bernkastel. Mitte der 1990er Jahre engagierte sich Wagner auch als Trainer, rund zweieinhalb Jahre betreute er die damalige SG Bernkastel-Kues/Monzelfeld.

Parallel startete der seit März diesen Jahres pensionierte ehemalige Kämmerer der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues eine ehrenamtliche Funktionärskarriere im Sport. Von 1975 bis 1980 war er zweiter Kassierer und Beisitzer beim SV Monzelfeld, danach bis 1992 erster Kassierer.

Es folgten bis 2006 mehr als zehn Jahre als Vorsitzender des SVM. In diese Zeit fiel die Einweihung des neuen Sportplatzes im Jahr 2005, zu deren Anlass Mainz 05 und Eintracht Trier ein Freundschaftsspiel vor 2000 Zuschauern in der Hunsrück-Gemeinde bestritten. Wagner: „Als ich 1993 Vorsitzender wurde, war eins meiner wichtigsten Ziele, in den sogenannten Goldenen Plan des Landes zu kommen. Über ihn werden Neubauprojekte und Sanierungsmaßnahmen im Sport gefördert. Mit unserem Sportplatz in den Plan aufgenommen zu werden, hat am Ende zwölf Jahre gedauert. Aber es hat geklappt.“

2006 wurde Wagner, der in Mülheim an der Mosel lebt, stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Bernkastel-Wittlich, seit 2014 ist er dessen Vorsitzender. Parallel ist er seit nun schon sechs Jahren Chef des SFG Bernkastel-Kues.

Die Folgen der Corona-Pandemie werden für den organisierten Amateur- und Freizeitsport eine große Herausforderung, da ist sich der 65-Jährige sicher. Sein Appell ist unmissverständlich: „Ich hoffe inständig für das Vereinsleben, dass der neuerliche Teil-Lockdown nicht so lange dauert. Wir müssen schauen, den Sport am Laufen zu halten. Die Schließungen von Sportstätten haben nicht nur finanzielle Auswirkungen für die Betreiber und Vereine, sondern strahlen in weite Teile der Gesellschaft aus.“