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Verkorkst, verrückt, versöhnlich

Nürburgring. Motorsport: So lief das Saisonfinale in der VLN

Nürburgring (jüb) Versöhnlicher Saisonabschluss: Beim letzten von neun Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft fuhren die Piloten aus der Region noch einmal auf vordere Ränge und bilanzierten die vergangenen sieben Monate.
Am Samstag als Zweiter im BMW M 235i in der am stärksten besetzten Klasse Cup 5 gekommen, blieben für Rudi Adams (Nohn) und seinen österreichischen Co. Thomas Jäger Rang zwei in der Fahrerwertung der Saison, der dritte Platz in der Teamwertung und das Gefühl, dass "eine ziemlich verkorkste Saison ein friedliches Ende" gefunden hat.
Den Schlussstrich unter ein starkes Jahr zog Arno Klasen (Karlshausen) mit Janine Hill und John Shoffner (USA) im 911 GT3 Cup-Porsche in der Klasse SP2 für das Team Getspeed: "Neun Podiums-Plätze bei elf Starts inklusive 24-Stunden-Rennen, das kann sich sehen lassen. Wir hatten unter extremen Wettern in der Eifel Stress, Spaß und Erfolg."
Einen Klassensieg in der SP7 verbuchte Christian Menzel (Kelberg) zum Saisonfinale noch einmal mit seinem in Monaco wohnenden Partner Dmtriy Lukovnikov im Porsche 911 Gt3 Cup MR. Axel und Max Friedhoff aus Bergweiler bei Wittlich fuhren im letzten Saisonrennen im KTM X-Bow in der neuen Klasse Cup X noch einmal auf den dritten Rang vor.
Im Ferrari 488 GT3 absolvierte Oliver Kainz (Daun/Mayen) auf neuem Renngerät ein aufsehenerregendes Jahr, das sogar den ersten Tages-Gesamtsieg für den Ferrari einbrachte. Am Samstag wurde es noch einmal Platz sechs in der SP9.
Ein Rennjahr mit etlichen Enttäuschungen, größtenteils unverschuldet, schloss Phillip Leisen (Irrel) in der Klasse V4 im BMW 325i mit Rang zwei ab. "Unser Ziel, bei der Gesamtvergabe des Titels ein Wort mitreden zu können, haben wir leider nicht erreicht."
In neun Rennen (plus 24h) von Ende März bis Ende Oktober wies die Serie erneut ihre unnachahmliche Aura nach. Zwischen 150 und 180 Fahrzeugen gingen bei jedem der Rennen an den Start. Und das bei Nebel, Kälte, Regen, Hagel und teilweise Temperaturen von über 60 Grad in den Cockpits im Hochsommer.
Nirgendwo sonst kämpfen Profi-Rennfahrer und Herzblut-Amateure unter extremsten Voraussetzungen gemeinsam auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt mit- und gegeneinander. Zwischen 15 000 und 20 000 Zuschauer rund um die Nordschleife zählten die verschiedenen Veranstalter der entweder vier- oder sechsstündigen Rennen in der Regel.
VLN-Langstreckenmeisterschaft:
Die Saison 2018, dann die insgesamt 41., beginnt am 24. März 2018 und endet am 20. Oktober.