Fußball: Der Wildpark wird zum Hochsicherheitstrakt

Fußball: Der Wildpark wird zum Hochsicherheitstrakt

Fans des 1. FC Kaiserslautern, die am Sonntag zum Zweitliga-Spitzenspiel beim Karlsruher SC anreisen, müssen sich auf enorme Sicherheitsvorkehrungen einstellen. Ein Großaufgebot der Polizei soll verhindern, dass es zu Ausschreitungen wie beim Hinspiel am 4. Oktober 2014 kommt.

Kaiserslautern/Karlsruhe. Es passierte nach dem Abpfiff. Im Anschluss an die emotionsgeladene Partie zwischen dem FCK und Karlsruhe kam es auf der Südtribüne des Fritz-Walter-Stadions zu wüsten Prügeleien zwischen Chaoten aus beiden Lagern. Der Deutsche Fußball-Bund hatte beide Clubs im Nachgang des Duells am 4. Oktober vergangenen Jahres zu Geldstrafen von je 20 000 Euro verdonnert. Zudem droht bei einem schwerwiegenden Wiederholungsfall bis zum 4. Oktober 2015 ein Meisterschaftsheimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit.
An diesem Sonntag stehen sich beide Clubs im Karlsruher Wildpark-Stadion gegenüber (13.30 Uhr). Das Südwestderby ist mit 26 600 Zuschauern ausverkauft. Das Stadion soll unter dem Schutz Hunderter Polizeikräfte möglichst zur gewaltfreien Zone werden. "Es wird einer unserer größten Einsätze in diesem Jahr", sagt ein Polizeisprecher.
FCK-Fans, die mit Sonderzügen von Kaiserslautern nach Karlsruhe anreisen, werden von Beamten der Bundespolizei begleitet. Im und um das Stadion herum sollen sogenannte Konfliktmanager eingesetzt werden, um deeskalierend einzuwirken.
Der Gästeblock im Wildpark ist bereits drei Stunden vor Spielbeginn (ab 10.30 Uhr) geöffnet. Wer mit dem Auto nach Karlsruhe anreist, sollte sich an den Hinweisen "Parkplätze Gäste" orientieren. Von dort ist ein ungehinderter und sofortiger Zugang zum FCK-Block gewährleistet. Auf der Internetseite des 1. FC Kaiserslautern ( <%LINK auto="true" href="http://www.fck.de" class="more" text="www.fck.de"%> ) werden zudem aktuelle Infos und Hinweise gegeben.
Willi Orban wohl rechtzeitig fit


Sportlich bietet das Duell größtmögliche Spannung. Nur zwei Punkte rangieren die Roten Teufel auf Rang drei vor dem KSC, der zuletzt beim Spitzenreiter Ingolstadt mit 3:1 gewann. Die Lauterer bangen noch um den Einsatz ihres am Knöchel verletzten Kapitäns und Innenverteidigers Willi Orban, der am Freitag sein erstes Mannschaftstraining in dieser Woche absolvieren konnte. Er soll wohl rechtzeitig fit werden. Für Stürmer Simon Zoller (muskuläre Beschwerden im Oberschenkel) käme ein Einsatz noch zu früh. jüb