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Ständig unter Strom für neue Themen

Ständig unter Strom für neue Themen

Mehr Allgemeinbildung und ein größerer Wortschatz: Sechs angehende Elektrotechniker von RWE Deutschland in Trier erleben derzeit die Vorteile der täglichen Volksfreund-Lektüre. Sie nehmen am TV-Projekt "ZeiLe" teil.

Trier. Gerade erst haben sie alle mit angepackt, um eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach des Ausbildungszentrums zu installieren (der TV berichtete). Welche Auswirkungen mögliche Änderungen bei der Einspeisevergütung für Solarstrom auf Kunden und Wirtschaft haben, das erfahren die sechs Azubis von RWE Deutschland im Trierischen Volksfreund.
Mehr Wissen über die Region


Seit August 2011 nehmen Nils Noner, Jonas Weber, Christopher Ney, Joel Schumann, Daniel Weber und Alexander Bommer am landesweiten Projekt "Zeitung lesen macht Azubis fit" ("ZeiLe") teil. Und seitdem gehört zu jedem Tag im RWE-Ausbildungszentrum auch die Volksfreund-Lektüre. "Ich weiß mittlerweile über viele Themen, speziell aus der Region, viel besser Bescheid", sagt Nils Noner, der wie seine fünf Kollegen im ersten Lehrjahr eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei RWE absolviert.
Kostenlose Uni-Begleitung


RWE Deutschland investiert schon seit 2009 - dem Projektstart beim Trierischen Volksfreund - in die Ausbildung seiner Lehrlinge durch die Teilnahme an "ZeiLe". Mit Erfolg, wie Ausbildungsleiter Christian Hein meint: "Das Projekt läuft gut, die Jungs sind sehr interessiert und ich denke, das tägliche Zeitunglesen macht ihnen auch Spaß." RWE zahlt den teilnehmenden Azubis die Abokosten und erhält im Gegenzug eine kostenlose wissenschaftliche Begleitung durch die Uni Koblenz-Landau. Landesweit und im Saarland nehmen aktuell über 1400 Auszubildende am Projekt "ZeiLe" teil, das vom Landesverband der Zeitungsverleger sowie vom Mainzer Bildungsministerium unterstützt wird.
Teil der wissenschaftlichen Begleitung sind zwei Allgemeinwissenstests am Anfang und am Ende und zwölf "Zeitungs-Quizze", mit denen aktuelle Themen aus allen Bereichen abgefragt werden. "Manchmal verzweifle ich an den Kulturfragen", berichtet RWE-Azubi Christopher Ney, dem Sportfragen viel einfacher fallen. Generell interessiert er sich aber für alle Themen im TV. Seine Zeitungs-Lese-Taktik: "Erst überfliegen, dann genauer informieren."
Neue Interessen entdecken


Ähnlich geht sein Kollege Joel Schumann bei der Zeitungslektüre im Pausenraum vor. Alle RWE-Azubis haben zudem bemerkt, dass sich jetzt viele Gespräche während der Arbeit um die Themen aus der Zeitung drehen: "Die Interessenslage hat sich geändert", sagt Jonas Weber.
Auch die Ausbildungsleitung hat Fortschritte festgestellt. Ausbilder Rainer Monzel hat bessere Ergebnisse im Sozial- und Wirtschaftskunde-Unterricht ausgemacht, Christian Hein hat erkannt, dass sich "Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit deutlich verbessert haben".
Rund 100 Auszubildende betreut RWE Deutschland im Ausbildungszentrum in Trier. Nach einem Jahr innerbetrieblicher Ausbildung folgen zwei sechsmonatige Blöcke mit Monteuren, die sich wieder mit Zeiten in der Ausbildungswerkstatt abwechseln. Die sechs "ZeiLe"-Teilnehmer treffen sich im Schnitt alle zwei Wochen, um gemeinsam die "Zeitungs-Quizze" zu lösen - vor dem Projektabschluss am 31. Juli steht noch der große Abschlusstest an.
In den vergangenen Jahren zeigte dieser Test, dass die Azubis ihr Wissen im Schnitt um 15 Prozent im Vergleich zum Start verbessert haben. Erfolgreich abschneiden wollen auch die sechs angehenden Elektrotechniker. "Und dann werden wir sehen, ob wir die Zeitung vermissen", meint Alexander Bommer.
Alle Informationen zum Projekt "Zeitung lesen macht Azubis fit" im Internet unter www.volksfreund.de/azubi-projekt. Schon jetzt können interessierte Betriebe ihre Azubis dort auch für das kommende Ausbildungsjahr anmelden.