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Eingeklemmt: Feuerwehr Zerf rettet Katze Paula vom Dach

Eingeklemmt : Wie kam die denn da rein? - Warum die Feuerwehr Zerf Katze Paula retten musste

Es war kein klägliches Miauen, das die freiwillige Feuerwehr von Zerf auf den Plan rief, dafür ließ ein aufmerksamer Dorfbewohner die Kameraden zu Hilfe eilen. Warum die Rettungsaktion ein Beispiel für gute Dorfgemeinschaft ist.

Gegen 17.30 Uhr am Dienstagnachmittag klingelte das Telefon bei Wehrführer Stefan Schmitt der freiwilligen Feuerwehr in Zerf. Ein Hausbesitzer meldete, dass sich wohl eine Katze auf sein Dach verirrt hatte, schildert er auf TV-Nachfrage den Beginn der Rettungsaktion.

Zwei Häuser weiter von ihm wohnten die Besitzer von Katze Paula: „Die hatten sie schon seit mehreren Stunden vermisst“, erzählt Schmitt weiter. Sollte jetzt die Feuerwehr alarmiert werden und das ein offizieller Einsatz werden?

Schmitt entschied, dass die Kameraden die Katze auch ohne offiziellen Einsatz, also privat, befreien können: „Das hätte der Besitzerin nur unnötig Kosten verursacht“, sagt er. Rund 300 Euro kostet der Einsatz eines Feuerwehrfahrzeugs pro Stunde. Also fuhren er und sieben Kameraden zu dem Haus.

Dort hatte sich die Katze unter einem der Solarpanele verkrochen und konnte sich nicht mehr bewegen - geschweige denn befreien. „Die Katze war schon ganz abgemagert. Sie muss schon mehrere Stunden dort ausgeharrt haben“, berichtet Schmitt.

Die Hilfsaktion war nicht nur wegen des rutschigen Daches und der einsetzenden Dunkelheit knifflig. Um dem Tier zu helfen, musste erstmal das Solarpanel abgebaut werden. „Wir brauchten einen Heizungsbauer, einen Elektriker und einen Zimmermann, um das fachgerecht zu machen“, so Schmitt weiter. Glücklicherweise gehen die Kameraden genau diesen Berufen nach. Für Licht sorgte das Hilfeleistungsfahrzeug, das die Wehrleute mit Erlaubnis des Wehrleiters zu diesem Zweck benutzen durften.

Eingeklemmt: Feuerwehr Zerf rettet Katze Paula vom Dach
Foto: TV/Feuerwehr Zerf

Nach zweieinhalb Stunden dann endlich die Erlösung: Katze Paula war wieder frei. „Ihr geht es wieder gut“, sagt Schmitt und lobt das Engagement der Dorfgemeinschaft, ohne die diese Aktion so nicht möglich gewesen wäre: „Wir sind kein großes Dorf. Wir kennen uns alle. Das war schön, diesen Zusammenhalt zu erleben.“