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Warum das kulturelle Leben in Trier viel besser ist als sein Ruf

Musik : Spiel’s noch einmal, Trier!

Musik macht das Leben schöner – in Trier gibt’s gleich eine Menge davon. Und zwar nicht nur in den großen Hallen, sondern auch in kleinen, feinen Räumen. Die Woch stellt einige davon vor.

Was ist nicht schon gejammert worden, vor allem von jüngeren Menschen: Provinziell sei Trier, träge, miefig, uncool – ach, sagen wir es ruhig: tot. Was zu entgegnen wäre: Stimmt doch gar nicht, wenn Ihr genau hinseht! Oder – viel besser noch: hingeht.

Eine sichere Bank sind in Trier immer die Konzerte, die sich in den Rahmen der Geschichte einfügen. Porta hoch drei zum Beispiel: Ein Festival und Publikumsmagnet, dessen Kulisse schon Stars wie Jennifer Rostock, Fury in the Slaughterhouse  oder Mark Forster begeistert hat, wenn sie vor der beeindruckenden Porta Nigra auftreten durften.

In diesem Jahr werden Madsen, Kontra K und Michael Patrick Kelly auf der durchsichtigen Bühne vor dem römischen Erbe auftreten (14. bis 16. Juni, traditionell eine Woche vor dem Altstadtfest). Oder das historisch gesehen mindestens genauso beeindruckende Amphitheater, wo sich in diesem Jahr Chris de Burgh (25. Juli), Amy Macdonald (26. Juli) und Gentleman (28. Juli) die Ehre geben.

Und dass die Star-Dichte in Trier mächtig zugenommen hat, seit die Arena Trier 2003 ihre Tore öffnete, ist wohl unbestritten. Unvergessen: Gut 8000 Menschen wollen 2007 Die Ärzte sehen – Hallenrekord, an dem die Toten Hosen rund ein Jahr später ebenfalls kratzen.

Apropos Vergangenheit: Einen Trip in eben diese bieten einige Arena-Konzerte in der nächsten Zeit: Wolfgang Niedeckens letztes Konzert ist gar nicht mal verdamp lang her (zwei Jahre, um genau zu sein, nächster Auftritt: 31. Mai). Matthias Reim liebt verdammt noch mal immer noch (24. November). Roland Kaiser möchte manchmal schon mit Trier (15. März 2019) und DJ Bobo tanzt sich als fleischgewordene 90er-Party am 23. Mai 2019 durch die Arena.

Dass Triers Kulturszene aber vor allem auch in kleinerem Rahmen kreativ, vielfältig, umtriebig und ideenreich ist, zeigen zum Beispiel die vielen Konzerte kleinerer Veranstalter. Die Menschen, die auch lokalen Musikern die Gelegenheit bieten, vor heimischem Publikum aufzutreten.

Die Menschen, die den Musik-Fans in Trier eine Wahl bieten: Jazz-Frühschoppen oder Akustikgitarre zum Nachmittagskaffee? Funk unterm Kronleuchter oder Rock in der Sportsbar? Zeit, diese Veranstaltungsorte mal vorzustellen.