Leserbrief : Wie krank ist die Gesellschaft, wenn Winnetou schon rassistisch ist?

Rassismus-Debatte

Zum Artikel „Neuer Winnetou-Film entfacht Debatte“ (TV vom 25. August):

 

Seit meiner Jugend faszinieren mich diese Geschichten von Karl May & Co. Als Kinder haben wir in der Natur Cowboy und Indianer gespielt. Bis zum heutigen Tag begeistert mich die Kultur der Indianer. Die hatten Kultur – mehr als manch „andere“.

Unsere Karl-May-Festspiele in Pluwig sind gerade vorbei. Alle Aufführungen ausverkauft, alte und junge Menschen gehören zu unserem Publikum. Unsere Mitglieder sind von zwei Jahren aufwärts bis über 80. Alle verbindet diese Liebe zu den Indianergeschichten.

Unsere Jugendlichen haben Spaß in der Natur, beim Aufbau der Kulissen und mit den Pferden. Wir sind ein tolles Team, ob Jung oder Alt. Wo gibt es das noch? Und was ist besser – Indianer spielen oder Kriegsspiele am Computer?

Wie krank ist die Gesellschaft, wenn Winnetou schon rassistisch ist? Ich werde weiterhin mein Indianerleben vertreten mit unserer Jugend und mit den Alten. Zuschauer und Akteure haben Spaß und sind fasziniert vom Wilden Westen, was ist daran rassistisch?