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Margret Beicher: Wir brauchen endlich Taten

Leserbrief : Wir brauchen endlich Taten

Klimakrise

Zu „By, bye, Sankta Maria“, TV vom 22. Juli, und dem Leserbrief „Klimawandel global bekämpfen“, TV vom 28. Juli:

Die Fähre „Sankta Maria“ tritt eine richtig große Reise an, wie im Volksfreund zu lesen war. 5000 Kilometer Luftlinie nach Ngoyla in Kamerun. Die Fähre war bis 2017 zwischen Oberbillig und Wasserbillig im Dienst. Dort fährt seitdem eine umweltfreundliche Elektrofähre.

Da kommt mir doch gleich der Gedanke beziehungsweise die Frage, existiert der Klimawandel nur in Deutschland? Oder wie soll ich mir das vorstellen? Ist ein stinkender Dieselmotor nur in Deutschland umweltschädlich, in Kamerun jedoch nicht?

Ich war bis jetzt der Meinung, dass der Klimawandel global ist. Ich würde wetten, wenn in Kamerun eine Umweltkatastrophe eintritt, wäre Deutschland mit eines der ersten Länder, die zig Millionen spenden. Warum werden diese Fähre und so viele andere Maschinen, alte Autos, Plastik und vieles mehr in weniger privilegierte Erdteile/Länder verkauft? Wir sehen doch jetzt an diesem verheerenden Hochwasser, was der Klimawandel anrichtet. Der Klimawandel ist nicht nur hausgemacht, nein er ist weltgemacht. Der Golfstrom verlangsamt sich, die Pole schmelzen. Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert, wenn der Permafrost taut. Welche Viren lauern dort noch auf uns...

Wir brauchen endlich einmal Taten von Politikern und nicht wie meistens nur Worte und leere Versprechungen, die dann nach der Wahl vergessen sind.