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Bauarbeiten in Masholder: Buddeln bald beendet

Weiterer Schritt zur Eifel-Pipeline ist fast geschafft : Bauarbeiten in Masholder: Buddeln bald beendet

In Masholder laufen die letzten Arbeiten an der Eifel-Pipeline. Ende der Sperrung von Radweg und Parkplatz: Mitte Oktober.

Wer derzeit von Masholder nach Bitburg radelt, landet vor einer rot-weißen Warnbake. Seit einigen Wochen schon endet der Nimstalradweg in einer Baustelle. Dort wo früher Asphalt lag, erstreckt sich jetzt eine Schotterpiste.

Sodass der Verkehr auf die Landstraße ausweichen muss. Und auch der an die Bundesstraße 51 angrenzende Mitfahrerparkplatz ist wegen der Arbeiten teilweise gesperrt.

Und das nicht umsonst: Denn wer nicht aufpasst, könnte sonst mit Auto oder Drahtesel in einer gut drei Meter tiefen Grube landen. Und den Mann, der hier in voller Schutzmontur im Loch sitzt, bei der konzentrierten Arbeit stören. Schweiß perlt hinter der Maske, als er die Flex an einem Rohr ansetzt. Und die Säge sich kreischend dreht.

Es sind laut Projektleiter Arwed Fränken von den Kommunalen Netzen Eifel (KNE) die letzten Arbeiten  im Bitburger Stadtteil Masholder. „Wir müssen noch Druckproben machen“, erklärt der Fachmann.

Mitte Oktober dann, vielleicht früher, könnten Arbeiter und Bagger abziehen. Das Verbindungsstück zwischen Scharfbillig und Bitburg wäre fertig. Und somit ein weiterer großer Schritt hin zur Eifel-Pipeline getan.

Mitte Oktober können die Masholderer wieder unbeschwert zwischen dem Stadtteil Bitburg, Kyllburg und Speicher hinundherradeln. Derzeit müssen sie auf die Landstraße ausweichen. Foto: TV/Christian Altmayer

Im Sommer 2018 erfolgte der Spatenstich dieses wohl größten Infrastrukturprojektes der Region, im September ging es mit der Buddelei los. Seitdem haben Arbeiter im Auftrag der KNE schon etliche Gruben ausgehoben und Rohre verlegt (der TV berichtete mehrfach).

Zu tun bleibt dennoch genug bis zur geplanten Fertigstellung der Wasser-, Gas-, Elektro- und Glasfaserleitung zwischen Nordrhein-Westfalen und Trier.  100 Millionen Euro sollen im Laufe der Jahre in der Erde verschwinden, 30 000 Haushalte über zwei Trassen durch die gesamte Eifel angeschlossen werden.

Die Bauarbeiten in Masholder sind nur ein kleiner Abschnitt des riesigen unterirdischen Netzes. Im Juni waren die Bagger hier angerollt und im August sollten sie wieder verschwunden sein. Wegen der Corona-Einschränkungen, die es zeitweise unmöglich machten, sich zwecks Abstimmungen zu treffen, habe sich das Ganze aber verzögert, sagt Projektleiter Fränken. Und die Sperrung von Radweg und Mitfahrerparkplatz daher auch in die Länge gezogen. Spätestens im Oktober soll aber auch damit Schluss sein, womöglich noch Ende September.

Und dann? Nach dem Verbindungsstück zwischen Scharfbillig und Bitburg soll, erkärt der Planer von der KNE, die Trasse zwischen Bitburg und dem Helenenberg und parallel die Leitung zwischen dem Stadtteil Stahl und dem Norden der Stadt folgen. Mit einem Baubeginn rechnet Fränken im Frühjahr 2021.

Auch Ortsvorsteher Thomas Kröffges freut sich auf den baldigen Abschluss in Masholder: „Ich habe den Eindruck, dass es jetzt zügig vorangeht.“