Laudamus-Quartett begeistert im Franziskanerinnenkloster in Hermeskeil

Musik : Ein selten schönes Konzert in Hermeskeil

Das Laudamus-Quartett, begleitet von Klavier und Violine, begeisterte im Franziskanerinnenkloster.

Herausragende Solisten und ein beeindruckend breitgefächertes Repertoire: Damit überzeugten das saarländische Laudamus-Quartett und zwei begleitende Musiker scheinbar mühelos und mit spürbarer Freude im Hermeskeiler Klösterchen. Sie präsentierten nicht etwa nur geistliche Werke wie „Verleih uns Frieden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Publikum erlebte vielmehr einen überraschend abwechslungsreichen Abend. Die Sänger – Sopranistin Diana Rasch, Tenor Patrick Rasch, Altistin Christa Freisberg und Bassist Bernd Decker – spannten einen großen Bogen: vom Volkslied von Robert Schumann bis zu Giulio Caccinis „Ave Maria“ und von Felice Blanginis „Il est parti“ über den Musical-Ohrwurm „Memory“ aus Cats bis zur Opernarie „Ombra mai fu“ aus Georg Friedrich Händels Xerxes.

Zusätzliche Akzente setzten die Musiker, die das Quartett einander abwechselnd begleiteten: Jessica Riemer, preisgekrönte Pianistin und Violinistin, sowie Pianist und Kirchenmusiker Jürgen Kölsch. Als Duett überzeugten sie nach einem vierhändig gespielten „Jardin de Dolly“ von Gabriel Fauré vor allem mit Pablo de Sarasates „Introduction et Tarantelle“. Das schon mal etwas schräg klingende Stück ist – insbesondere für Violinisten - eine Herausforderung. Die Besucher applaudierten stehend. Dorothee Anhuth zollte Riemers „virtuosem Geigenspiel“ Respekt – aber auch dem Klavierstück „Vogel der Nacht“, einer Eigenkomposition der Musikerin: „Da hörte man den Vogel heraus – das war sehr gut.“ Erika Mittmann, wie Anhuth aus Hermeskeil, ist überzeugt, „selten so ein schönes Konzert erlebt“ zu haben.

Ihr Gastspiel im Franziskanerinnenkloster, ein Geschenk der Künstler, ergab sich laut Schwester Elke Weidinger zufällig. Sie habe das Ehepaar Rasch 2017 kennengelernt. Beim jährlichen Adventskonzert des Lions-Clubs Hochwald-Hermeskeil traten sie mit dem Chor Stimmgewalt auf. Dem damals geäußerten Wunsch, als Quartett im Klösterchen zu singen, kam das dort seit 2017 etablierte Geistliche Zentrum, ein interfranziskanisches Projekt von Ordensgemeinschaften, gerne nach. Nächster Termin des Zentrums: Dienstag 8. Oktober, 20 Uhr: „Man muss das Leben tanzen“, ein Abend mit Tänzen.

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