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LKW bringt Piesporter Fußgängerbrücke zum Einsturz

LKW bringt Piesporter Fußgängerbrücke zum Einsturz

So schnell kann es gehen: Am Montag hieß es im TV noch, die Fußgängerbrücke an der B53 in Piesport bleibe erhalten. Am Dienstagmorgen um 5.45 Uhr stieß der herausgefahrene Kipper eines Lastwagens gegen die Brücke und riss sie herunter.

(cb) Ein Teil des Bauwerks fiel auf die Fahrbahn, der andere Teil hing zuerst noch über der Gegenfahrbahn und musste von einem Spezialunternehmen entfernt werden. Die B53 war bis in den frühen Nachmittag gesperrt.

Die gute Nachricht: Zu der frühen Morgenstunde waren weder weitere Fahrzeuge noch Fußgänger in diesem Bereich unterwegs. Die Polizei vermutet aber, dass der Fahrer, der aus Richtung Wintrich kam, die Hydraulik-Pumpe versehentlich in Gang setzte und in der Dunkelheit nicht bemerkte, dass sich der Kipper nach oben bewegte.

Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 110.000 Euro. „Wichtig ist, dass keine Personen verletzt oder getötet worden sind“, sagte Ortsbürgermeister Karl Heinz Knodt gegenüber dem TV. Zwei Stunden später hätte das, so Knodt, wahrscheinlich ganz anders ausgesehen. „Es hätte Tote geben können“, stimmte Helmut Kaspar, Leiter der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues, zu.
Die Brücke wird unter anderem von Kindern auf dem Weg zur Kindertagesstätte benutzt. Auch die Pfarrkirche St. Martin und der Friedhof sind auf diesem Weg zu erreichen, ohne dass die viel befahrene Bundesstraße überquert werden muss.

Das Bauwerk ist mehr als 100 Jahre alt und ein Überbleibsel aus der Zeit der Moselbahn, die bis 1963 zwischen Trier und Bullay verkehrte. Die Trasse der Bahn verlief unter der Brücke. Erst vor wenigen Tagen war mit dem Landesbetrieb Mobilität Straße (LBM) Einigung darüber erzielt worden, dass sie erhalten bleibt und auf Kosten des Bundes saniert wird.

Bereits wenige Stunden nach dem Unfall saß Ortsbürgermeister Knodt mit Vertretern des LBM zusammen. Ergebnis: An Ort und Stelle soll eine neue Brücke errichtet werden.